Stadt Trier sieht verbindliche Grundlage für Rallye

Stadt Trier sieht verbindliche Grundlage für Rallye

Die Trierer Stadtverwaltung beurteilt die Bilanz der Deutschland-Rallye 2013 als „grundsätzlich positiv“ und geht von einer Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem ADAC bis 2015 aus. Allerdings gibt es noch einige offene Fragen zu klären.

Auf Anfrage der SPD nahm Wirtschaftsdezernent Thomas Egger am Dienstag im Dezernatsausschuss III Stellung zum Rallye-WM-Lauf in der Region.

Bilanz 2013: "Die Stadt Trier zieht trotz der bedauerlicherweise ausgefallenen Bereiche Showstart und Circus Maximus eine grundsätzlich positive Bilanz", sagte Egger. Trier sei als Rallye-Zentrum international in den Medien präsent gewesen. Zur Siegerehrung seien 6000 Menschen gekommen, insgesamt allerdings weniger als zu Zeiten des Innenstadt-Rennkurses. Bei den Übernachtungen der Teams habe es sogar eine höhere Auslastung gegeben, da das Programm bereits einen Tag früher gestartet sei.

Gespräche: Sobald die Veranstaltungsanalyse des ADAC vorliegt, sollen Gespräche über die Neuauflage 2014 folgen. Dabei will die Stadt auch über "eine mögliche (Wieder)Aufwertung in Trier" reden. "Die Rolle der Stadt als Herzstück der Rallye muss nach wie vor betont werden", fordert Egger. Nach den Unfällen werde der ADAC "sicherlich das Sicherheitskonzept weiter optimieren".

Partnerschaft: Eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem ADAC und der Stadt Trier gebe es im juristischen Sinn nicht. Allerdings habe die Stadt auf Basis des Ratsbeschlusses vom Mai 2012 dem ADAC schriftlich zugesagt, die Deutschland-Rallye bis 2015 im gleichen Umfang wie zuvor zu unterstützen. Eggers Konsequenz: "Diese Aussage ist als Grundlage der Planungen des ADAC aus meiner Sicht verbindlich." Im beschlossenen Doppelhaushalt 2013/14 seien entsprechende Mittel eingestellt.

Kosten: Auf Nachfrage der SPD kündigte der Dezernent an, sich bei der Stadt Köln genauer nach den Modalitäten des dortigen Showstarts zu erkundigen. Die Stadt Köln hatte auf eine TV-Anfrage mitgeteilt, ihr seien dabei "keine Kosten entstanden". Die Stadt Trier hingegen beteiligt sich seit Jahren an den Kosten, die etwa durch die Siegerehrung, den Service-Park und den Parc fermé (Nachtparkplatz) entstehen. cus

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