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Stadt Trier zieht Zwischenbilanz bei der Fluthilfe. Es gibt Änderungen.

Fluthilfe Stadt Trier : Hilfe für Hochwasseropfer geht in neuer Form weiter

Die Stadt Trier zieht eine Zwischenbilanz bei der Fluthilfe und informiert über Änderungen ab 2. Februar.

  Der vom Trierer Amt für Soziales und Wohnen mit Förderung des Landes eingerichtete Info-Punkt für Geschädigte der Überflutung vom 15. Juli 2021 schließt zum 1. Februar. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Im Mittelpunkt der Beratungsarbeit in dem Büro in der oberen Etage des Gebäudes der Freiwilligen Feuerwehr Ehrang stand die Unterstützung bei der Bearbeitung von Entschädigungsanträgen, die an die Investitions- und Strukturbank des Landes (ISB) gehen. Jetzt liegt eine erste Bilanz vor. Seit dem Start des Info-Büros am 20. Oktober 2021 wurden insgesamt rund 400 Anträge bearbeitet und an die ISB zur Entscheidung weitergeleitet. Nicht nur weil das ausschließlich online möglich ist und vor allem viele ältere Betroffene zu Hause nicht die nötige technische Ausstattung haben oder sich nicht gut genug auskennen, bestand erheblicher Beratungsbedarf bei dem oft als kompliziert und aufwändig empfundenen Verfahren. In vielen Fällen waren nach Aussage des in dem Büro eingesetzten Teams zwei Termine nötig.

Manchmal waren auch die Unterlagen noch unvollständig und mussten ergänzt werden. Die Resonanz auf das Angebot war durchweg positiv: „Die Leute waren froh und dankbar, dass wir geholfen haben“, betonen die Mitarbeiter. Die Einrichtung des Info-Büros war das zweite größere Projekt des Amts für Soziales und Wohnen im Ehranger Hochwassergebiet, nachdem man bereits vorher eine schnelle finanzielle Soforthilfe für rund 1700 betroffene Familie organisiert hatte.

Das Info-Büro war nach Aussage von Sozialamtsleiter Hans-Werner Meyer schon allein deswegen nötig, weil in vielen Haushalten durch die Überflutungsschäden auch keine Bürotechnik mehr zur Verfügung stand. Er bedankte sich kurz vor dem Abschluss des Projekts bei der Freiwilligen Feuerwehr Ehrang, in deren Gerätehaus die Anlaufstelle eingerichtet werden konnte, aber auch bei Ortsvorsteher Berti Adams für die vielfältige tatkräftige Unterstützung.

Auch nach der Schließung des Info- Büros zum 1. Februar haben die Hochwasseropfer beim Fortgang ihrer Anträge eine Anlaufstelle im Ortskern: Auf dem Bernd-Bohr-Platz neben der Kirche öffnet unter dem Motto „Ehrang leuchtet weiter“ voraussichtlich am 1. Februar eine Unterstützungs- und Begegnungsstätte des Arbeiter-Samariterbundes (ASB), finanziert von der Aktion „Deutschland hilft“. Kooperationspartner sind die katholische und evangelische Kirchengemeinde sowie das Quartiersmanagement in Trägerschaft des Palais e. V.

Dabei soll es nach Angaben von Quartiersmanagerin Melanie Bergweiler vor allem darum gehen, Lichtblicke im Alltag zu schaffen durch einen Ort für gemeinschaftliche Begegnungen. Weiterer Schwerpunkt ist ein Beratungsangebot, jeweils dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr.