Stadt will sozialen Wohnungsbau in Zukunft zentral steuern

Stadt will sozialen Wohnungsbau in Zukunft zentral steuern

Strukturen verbessern, effizienter werden. Nach diesem Motto will Oberbürgermeister Wolfram Leibe auch die Zuständigkeiten für den sozialen Wohnungsbau neu regeln. Das Haus Franziskus spielt dabei eine zentrale Rolle.

Trier. Was Oberbürgermeister Wolfram Leibe bei einer emotionalen Bürgerversammlung in Mariahof angekündigt hat (TV vom 10 März), nimmt konkrete Formen an. Wenn es in Trier in Zukunft um das Thema sozialer Wohnungsbau geht, sollen nicht mehr die zeitweise verschlungenen Wege zwischen Bau- und Sozialdezernat beschritten werden müssen. "Im Haus Franziskus bringen wir eine Stabsstelle unter, in der federführend Planung, Umsetzung und Finanzierung koordiniert werden", hat der Chef des Stadtvorstands gestern in einem Pressegespräch angekündigt.
In der Remise des Gebäudes in der Christophstraße werden demnach weiterhin Senioren Räumlichkeiten finden. Der Einzug der formell dem Sozialdezernat zugeordneten Stabsstelle am 12. Mai ist laut Leibe gleichzeitig das Startsignal für das Projekt Soziale Stadt Trier-West.
Nach heftigem Protest gegen die schleppende Umsetzung der vor sechs Jahren beschlossenen millionenschweren Sanierung der ehemaligen Gneisenau-Kaserne und deren Umfeld hatte der Stadtrat im Dezember die Verwaltung einstimmig in die Pflicht genommen, bis Juli 2016 ein Gesamtkonzept zu erstellen. Der Entwurf soll nun Mitte Juni vorliegen, intensiv mit den Menschen in Trier-West diskutiert und im September vom Stadtrat verabschiedet werden.
"Wir müssen im Stadtteil wieder werben", weiß Oberbürgermeister Leibe von dem stark geschwundenen Vertrauen der Menschen in Trier-West. Am 27. Juni werde deshalb der komplette Stadtvorstand dort Rede und Antwort stehen.
Vermutlich wird es dabei auch um weitere Projekte gehen, die unter dem Label "Stadtumbau" stehen. Denn die Neugestaltung des westlichen Römerbrückenkopfes bis zum Jahr 2020 steht ebenso auf der Agenda wie die Überplanung wichtiger Verkehrswege zwischen der Straße Im Speyer und dem Bahnübergang Hornstraße/Kölner Straße. Dafür favorisiert der Stadtvorstand eine Unterquerung der Gleise. Deren Realisierung wird nach Meinung von Baudezernent Andreas Ludwig allerdings noch einige Jahre mehr in Anspruch nehmen. r.n.

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