STADTBILD

Zur Berichterstattung über das Müllproblem im öffentlichen Raum:

Neujahr ist ein Feiertag. Ein Tag also, an dem der übliche Räumdienst nicht greift. Ein Tag aber auch, an dem man, nach langem und schönem Feiern, vielleicht gerne lange schläft. Deshalb mögen viele Trierer nicht mitbekommen haben, in welch absolut vermülltem Zustand sich die Straßen, vor allem der Hauptmarkt, am 1. Januar 2012 zeigten. Es gibt aber eine Gruppe, die diesen Zustand mitbekommen hat und die Botschaft "Trier ist ein Drecknest" nach draußen tragen wird: die auswärtigen Besucher. In den vergangenen Jahren ist es mehr und mehr zum Trend für Einzelgäste und Gruppen geworden, den Jahreswechsel auswärts zu feiern. Die Hotels in Trier und Umgebung haben, wie schon ein kurzer Blick ins Internet zeigt, ein Feuerwerk von Ideen und Pauschalangeboten präsentiert, um solche Gäste auf sich aufmerksam zu machen. Bei einer Hotelkapazität von fast 4000 Plätzen sind das viele Botschafter, deren Negativerlebnisse bei allen Sparzwängen durch etwas Organisation hätten verhindert werden können. Auch eine einfache Absprache mit den privaten Toilettenpächtern hätte sicherstellen können, dass nicht alle Toiletten gleichzeitig an diesem Morgen geschlossen gewesen wären. Ich habe mich an diesem Tag für meine Stadt geschämt! Frankie Kann, Trier