STADTBILD

Zur Berichterstattung über die Vermüllung des öffentlichen Raums in Trier:

Wir haben das Müllproblem auch bei uns auf Mariahof gehabt und es Ende 2011 mit einer Handvoll Leuten angepackt. Heute ist die private Straßenreinigung bei uns quasi ein Selbstläufer. Unser Stadtteil dürfte wohl zu den saubersten von Trier gehören. Ich habe mir Gedanken gemacht, wie man unsere Idee auf die ganze Stadt Trier übertragen könnte. Zunächst müssen bei der Stadt ein bis zwei Bezugspersonen benannt werden, die Ansprechstation für die Ortsvorsteher oder -beiräte sind und Informationen weitergeben. Diese Informationen erhalten sie zum Beispiel von Mitarbeitern der Stadtwerke, der ART oder des Grünflächenamtes. Es wird am Anfang viel Neuland zu beackern sein, doch beim sechsten Ortsteil wird es wohl schon Routine sein. Die Arbeit der Ortsteile beginnt damit, notwendige Abfallkörbe wieder aufstellen zu lassen. Dazu sollten über Vereine, Bürgertreffs, Schulen, Bekannte und Hundehalter interessierte Bürger für die Reinigung gesucht werden. Die Ausstattung mit Müllgreifern und einer Warnweste müsste bezahlt werden. Die freiwilligen Einsätze sind an keine Zeit gebunden. Es empfiehlt sich ein wöchentlicher Treff. Die Bürger sollten in eine Liste beim Ortsvorsteher eingetragen werden. Trier hat die einmalige Chance, das Thema saubere Stadt in ganz Deutschland publik zu machen. Es muss ein bekannter Schirmherr oder eine Schirmherrin geworben werden. Medien, City-Initiative, Kammern und Hochschulen müssen um Mithilfe gebeten werden. Es wird gar nicht das Geld im Vordergrund stehen, sondern die Werbung mit Plakaten, Schildern, Flyern, Briefen, die alle ein Thema haben: Trier soll sauberer werden. Das heißt: Müllvermeidung. Es muss mehr als negativ aufgenommen werden, wenn Müll achtlos auf der Straße landet. Wir müssen einen Verhaltenskodex entwickeln. Beispiele: Papier, Zigarettenkippen, das sogenannte Komasaufen und seine Bekämpfung, Flaschen, Dosen. Die Erstellung des Konzepts wäre eine Aufgabe für Studierende. Je origineller wir auftreten, umso mehr spricht man darüber und ist bereit, mitzuhelfen. Herwart Reh, Trier

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