STADTBILD

Zur Reportage "Wir werden dich niemals vergessen" (TV vom 31. März):

Über die Äußerungen des städtischen Pressesprechers habe ich doch sehr gestaunt: "weil wir dafür die Mittel nicht haben" und es "unheimlich viel Geld" koste, den Müll auf einem Gelände in Trier zu beseitigen. Wenn die einmalige Müllbeseitigung nicht geleistet werden kann, da sie zu teuer ist, frage ich mich, wie die Stadt Trier dann die Mittel hat, allein für die Pflege des Petrisparks jährlich anfallende Kosten in Höhe von 700 000 bis 800 000 Euro (TV vom 29. März) zu zahlen, für den geplanten Xiamen-Garten - ebenfalls auf dem Petrisberg - 90 000 Euro Anschubfinanzierung zu leisten und nach der Fertigstellung jährliche Folgekosten von 26 000 Euro zu tragen. Überspitzt formuliert könnte man sagen: Den einen die Gärten, den anderen den Müll. Wenn hier der Eindruck entsteht, es werde mit zweierlei Maß gemessen, und die Trierer würden je nach Wohnsitz in Bürger erster und zweiter Klasse eingeteilt, muss sich wirklich niemand mehr wundern. Den Bewohnern des Stadtviertels in Trier-Nord, in dem das getötete 16-jährige Mädchen zu Hause war, möchte ich meine Hochachtung aussprechen, da sie die Sensibilität und die Herzenswärme hatten, den Sterbeort des Mädchens würdig herzurichten. Christa Fusenig, Trier