Stadtentwicklung Trier: Neuer Kreisel im Speyer bedeutet Sperrung im Westen

Stadtentwicklung : Neuer Kreisel Im Speyer: Sperrung und Staus in Trier-West und Euren

Der Bau des Kreisverkehrs Im Speyer ist Startschuss für die geplante Entlastungsstraße in Trier-West. Nach langem Streit zwischen Stadtverwaltung und einem Investor ist die Baustelle seit Montag eingerichtet. Die Sperrung sorgte bereits für deutlich mehr Verkehr auf der Umleitungsstrecke durch Euren.

Eine neue Baustelle zwingt seit Montag zahlreiche Autofahrer zu Umwegen zwingen. Denn weil Im Speyer ein neuer Kreisverkehr entsteht, ist die Straße in Trier-West komplett gesperrt. Die aktuelle Planung sieht vor, dass die Sperrung dieser wichtigen Verbindung zwischen der Eurener Straße und der Konrad-Adenauer-Brücke beziehungsweise der Luxemburger Straße (B51/B49) bis November Bestand haben soll. Die Umleitung wird über den Stadtteil Euren und die marode Eisenbahnstraße geführt. Das hat dort bereits zu deutlich mehr Verkehr gesorgt. Zeitweise ging es nur sehr langsam voran.

„Einen Kreisel unter Vollsperrung zu bauen, ist viel leichter als bei einer Teilsperrung“, argumentiert Baudezernent Andreas Ludwig im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund. Er verweist auch auf die besonderen Vorzeichen. Die Zeit drängt. Denn gleichzeitig ist derzeit der nördliche Bereich der Luxemburger Straße stadtauswärts gesperrt. In einigen Monaten wird zudem der neue Kreisverkehr am westlichen Kopf der Römerbrücke gebaut. Nach Abstimmungsgespräche mit einem großen Autohaus in der Straße Im Speyer werde noch einmal geprüft, ob die Zeit der Vollsperrung verkürzt werden könne. Ludwig: „Wenn wir sechs Wochen komplett sperren, ist schon viel gewonnen.“

Auftraggeber für den neuen Kreisverkehr ist die im Jahr 2010 gegründete Grundstücksgesellschaft Trier-West (GGTW), mit der die Projektgesellschaft EGP und der Eifeler Unternehmer Erland Knaf das Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerks und das benachbarte Eybl-Bobinet-Areal entwickeln. Der Kreiselbau ist auch der Auftakt für die Realisierung der neuen Entlastungsstraße für Trier-West, die als Nord-Süd-Achse zwischen der Hornstraße und der Straße Im Speyer verlaufen wird. Ziel ist die Entlastung der Luxemburger und der Eurener Straße vom Durchgangsverkehr.

Foto: TV/Scheidweiler, Jonas

Der heftige Konflikt zwischen der Stadt Trier und dem Unternehmer aus der Eifel (der TV berichtete mehrfach) scheint inzwischen beigelegt. Knaf wollte die Fortführung der Entlastungsstraße über das Gelände neben der alten Lokrichthalle verhindern, gab nach der Androhung hoher Konzessionsstrafen aber nach. „Wir haben inzwischen die zwei benötigten Schlüsselgrundstücke für den Anschluss der Entlastungsstraße erworben“, sagt Baudezernent Andreas Ludwig. Er ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der EGP. Deren Geschäftsführer David Becker hat mehrfach betont, sein Unternehmen stehe zu den Verträgen mit der Stadt.

Im ersten Bauabschnitt werden seit Montag die Straße und die Kanalisation zwischen der Bahnunterführung und bis zur Zufahrt zum Grundstück Im Speyer erneuert. Im zweiten Bauabschnitt folgt der Bau des Kreisels, Die Zufahrt zum Gewerbegebiet Pi-Park über die Eurener Straße bleibt gewährleistet. Das Bobinetgelände ist über eine private Zufahrt erreichbar. Im dritten Bauabschnitt soll – dann ohne Sperrung – bis Frühjahr 2020 die Straße An der Lokrichthalle zwischen dem Kreisverkehr und der Peter-Molz-Straße entstehen. Bauherr: Erland Knaf.

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