Stadtoberhaupt abgestumpft

Eine weitere Zuschrift zum Thema Architekturbeirat:

Man nehme fünf namhafte Architekten und gründe einen Architekturbeirat. Dieser, so sollte allen klar sein, besteht nicht aus irgendwelchen inkompetenten Möchte-gern-Architekten. Jedes Mitglied des Beirats kann über internationale Erfolge berichten - und dies sollte Beweis genug sein, die Anmerkungen und Kritiken der Architekten zu einzelnen Bauvorhaben ernst zu nehmen. Nicht aber so unsere Mitglieder der Stadt Trier. Allen voran das Oberhaupt der Stadt. Immer hat man das Gefühl, es werden Gremien und Bürgerbefragungen durchgeführt, nicht um diese wirklich zu beachten oder ernst zu nehmen, nein, eher um die aufgebrachten Bürger zu beruhigen. Ihnen zu vermitteln, es besteht die Möglichkeit sich zu äußern, was dann aber mit dieser Form des "daran teilhaben" geschieht, ist fast schon unverschämt. Mit viel Aufwand, und hier spielen meiner Meinung auch die Kosten eine große Rolle, werden diese Prozesse durchgeführt (etwa öffentliche Bekanntmachung, Anhörungen), aber zum Schluss passiert nichts mit den mühevoll zusammengetragenen Komponenten. Absolut bestes Beispiel: das Trigon-Projekt (Paulinus-Center). Hier scheint der Druck des Investors so groß zu sein, dass die Ohren der Stadt Trier auf "Durchzug" gestellt werden. Aber wie kann es passieren, dass hier kein Widerstand geleistet wird? Ist das der Höhepunkt einer politischen Laufbahn? Ist das Oberhaupt der Stadt Trier in seiner sehr langen Amtszeit so abgestumpft, dass er noch nicht einmal mehr merkt, wie wichtig es in diesem Fall ist, seine Umgebung ernst zu nehmen. Wer sollte an Rücktritt denken? Elke Ries, Nittel