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Stadtrat verabschiedet Bau für Feyener Grundschule

Stadtrat verabschiedet Bau für Feyener Grundschule

Der Stadtrat hat den Feyenern seinen Segen gegeben, die Grundschule zu erweitern. Außerdem beschlossen: neue Kostensatzungen für die Karl-Berg-Musikschule und die Tagespflege von Kindern.

Trier. Der Ausbau und die Erweiterung der Grundschule Feyen bildete in der jüngsten Sitzung des Trierer Stadtrats einen der gewichtigsten Punkte. Wichtige Beschlüsse im Überblick:

Grundschule Feyen:
Da die Erweiterung der Grundschule längst beschlossene Sache war (der TV berichtete), konnte der jetzt fällige Baubeschluss recht zügig getroffen werden. Vorher richtete Ratsmitglied Rainer Lehnart (SPD) nochmals eindringliche Worte an das Gremium: "Es muss etwas in Feyen passieren, alles andere wäre eine Katastrophe!" Der Feyener Ortsvorsteher bezieht sich auf Prognosen, dass durch die Konversion und einen allgemeinen Generationswechsel die Einwohnerzahl in den nächsten Jahren erheblich steigen wird - und damit auch der Bedarf an Schul- und Kinderbetreuungsplätzen.
Der Stadtrat schloss sich dem an: Dem 2012 festgestellten Bedarf, die Grundschule Feyen um einen auf drei Züge zu erweitern und außerdem barrierefrei zu erschließen, ließ er jetzt den Baubeschluss folgen - einstimmig. Die Kosten für den notwendigen Umbau werden mit rund 4,23 Millionen Euro beziffert.
Damit wird die 1905 erbaute und 1954 erweiterte Schule um einen Erweiterungsbau ergänzt, der unter anderem sechs neue Klassenräume bereitstellt. Während der Umbauphase ziehen die Feyener Grundschüler in das ehemalige französische Gymnasium Lycée Ausone in direkter Nachbarschaft der Medardschule. Im ehemaligen VHS-Trakt können fünf Klassenräume und ein Geschäftszimmer genutzt werden. Weitere Klassenzimmer und notwendige Infrastruktur wie Lehrerzimmer, Schul- und Pausenhof sowie Sporthalle können bei der Medardschule mitgenutzt werden. Für den Hortbetrieb werden zwei Räume und ein Mensaraum neu geschaffen. Für insgesamt erforderliche Umbauten, die Schülerbeförderung sowie Umzugskosten müssen wohl 361 000 Euro aufgewandt werden.

Tagespflege:
Eine neue Kostensatzung für die Betreuung von Kindern in Tagespflege stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Paul Hilger von den Linken kündigte an, dass sich seine Fraktion aus grundsätzlichen Erwägungen enthalten werde: So solle Kinderbetreuung kein exklusives Gut sein, sondern generell kostenlos. AfD-Mitglied Michael Frisch teilte verbal gegen die Familienpolitik von Land und Bund aus, die "durch Wirtschaftspolitik ersetzt" worden sei: Viele Familien wollten sich lieber selbst um ihre Kinder kümmern als Beruf und Familie vereinbaren "zu müssen". Eine Betreuung vor dem zweiten Lebensjahr wirke sich zudem oft schädlich aus. Als sich Petra Block (CDU) als Leiterin einer Kita dagegen verwahrte, dass Kinder in den Einrichtungen nicht gut aufgehoben seien, erhielt sie lautstarke Zustimmung. Martin Neuffer (FDP) forderte den AfD\'ler auf, "andere Lebensentwürfe" zu akzeptieren und die eigene Meinung nicht anderen "aufzudrücken".
Gegen die beiden Stimmen der AfD wurde die Vorlage angenommen: Vom 1. August bis Ende 2014 gilt weiterhin eine 2009 beschlossene Beitragsregelung. Danach wird diese so neu geregelt, dass Einkommensschwache weniger belastet werden.

Porta-Nigra-Schule:
Wie seit 1994 beteiligt sich die Stadt weiter freiwillig an den nicht gedeckten laufenden Kosten der Fördereinrichtung Porta-Nigra-Schule. Seit 2013 gibt es höchstens 3300 Euro je Schüler, der in der Stadt wohnt. Für die derzeit 49 Schüler gewährt die Stadt somit einen Zuschuss von 161 700 Euro, eine mögliche Überzahlung ist später zu erstatten. Insgesamt hatte die Schule 330 134 Euro an nicht gedeckten laufenden Kosten veranschlagt. Der Landkreis Trier-Saaburg und das Land Luxemburg beteiligen sich ebenfalls daran.

Musikschule:
Die städtische Karl-Berg-Musikschule hat eine neue Preis-Staffelung: Die Unterrichtsstunden kosten im Mittel rund fünf Prozent mehr. Die bisher letzte Erhöhung war im Schuljahr 2011/2012. Außerdem gibt es drei neue Zeit-Staffelungen (Einzelunterricht zu 15 und 22,5 Minuten sowie 30 Minuten Zweierunterricht).