Stadttheater Trier - Der Ersatzbau wird etwas kleiner

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Aufsichtsbehörde ADD hält eigene Lagerräume und Garderobe für verzichtbar. 

Das Planungsverfahren für das Stadttheater schreitet voran. Wichtige Voraussetzung für die Sanierung ist der Neubau neben dem Kultur- und Kommunikationszentrum Tuchfabrik in der Wechselstraße, der als Ersatzspielstätte während der Bauzeit dienen soll. Danach soll er der Tufa zur Verfügung stehen, die ebenfalls saniert werden muss.

Kulturdezernent Thomas Schmitt hat angekündigt, in jeder Sitzung des Kulturausschusses über den Stand der Dinge zu berichten. Am Mittwochabend gab es neue Informationen zu dem Tufa-Anbau: Mit der Landesarchäologie habe es eine Einigung gegeben, dass vorab keine Grabungen notwendig seien. Pfahlbohrungen für das Gebäude seien erlaubt. Die Aufsichtsbehörde des Landes habe allerdings eine Anpassung des Raumkonzepts gefordert. „Die ADD will eine Reduzierung der Foyerfläche“, sagt Schmitt. Es werde keine eigenen Flächen für Lagerräume und Garderobe geben. Vermutlich werde es auf einen gemeinsamen Eingang mit der Tufa hinauslaufen. 

Theater, Tufa, Exhaus – Impressionen

„Wir werden die geforderten Dinge anpassen, weil wir kooperativ sein wollen.“ Möglicherweise müsse dann für den Theaterbetrieb übergangsweise mit Containern oder Zelten agiert werden. Mitte 2020, so die Einschätzung des Kulturdezernenten, werde voraussichtlich mit dem Bau des etwa sieben Millionen Euro teuren Neubaus begonnen. Bis es soweit ist, muss die ADD das angepasste Raumprogramm genehmigen und die Wirtschaftlichkeit durch das Land geprüft sein. Erst dann können die genauen Baukosten ermittelt ermittelt und die Planung durch den Stadtrat genehmigt werden.

Das etwas reduzierte Raumprogramm bringt nach Meinung von Schmitt keine Beeinträchtigung für die spätere Nutzung durch die Tufa. „Im laufenden Betrieb werden enge Abstimmungen mit dem Theater allerdings notwendig sein.“

Das Prüf- und Planungsverfahren für die vermutlich mehr als 50 Millionen Euro teure Sanierung des Stadttheaters befindet sich laut Schmitt noch in einem frühen Stadium. „Das ist aber kein Problem, da wir zunächst die Ersatzspielstätte benötigen.“ Der Landesrechnungshof habe die Gründlichkeit der bisherigen Vorarbeit durch die Stadt gelobt. „Uns wurde aber signalisiert, dass die Behörde derzeit keine Kapazitäten hat, um baubegleitend beim Tufa-Anbau tätig zu werden.“

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