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Städtepartnerschaft Trier-Weimar: Wie aus Fremden Freunde fürs Leben wurden

Städtepartnerschaft : Wie aus Fremden Freunde fürs Leben wurden

Von dem, was sie am ersten Advent 1989 in Trier erlebten, zehren Bodo Beberhold (79) und seine Frau Gudrun aus Weimar heute noch: „Wir waren auf Einladung der Stadt mit der zweiten Bus-Tour in Trier und fanden Unterkunft beim Ehepaar Ziuber in Mertesdorf.

Daraus ist eine Freundschaft entstanden, die heute noch hält. Wir besuchen  zwei- bis dreimal jährlich Trier und das schöne Ruwertal.“

Die Weimarerin Birgit Kirsten (75) gehörte mit ihrem Partner  zur 600-köpfigen ersten Reisegruppe, die das Wochenende davor nach Trier gekommen war: „Familie Wingertszahn in Olewig war unser Gastgeber. Heute lädt mich die Tochter ein. Für mich ist das jedesmal ein Ereignis. Ich bin sehr dankbar dafür, dass es die Städtepartnerschaft gibt.“ In besonderer Erinnerung ist Birgit Kirsten ihr zweiter Trier-Besuch geblieben: „Das war über den 3. Oktober 1990, den Tag der Wiedervereinigung. Ich fuhr als DDR-Bürgerin hin und kam als Bundesbürgerin zurück.“

Auch Friedhelm Jahns (68) wollte sich unbedingt die Partnerstadt ansehen. „Aber in der ersten Zeit nach dem Mauerfall ging das nicht, weil wir das Goethe-Café betrieben, und der Laden musste ja weiterlaufen.“

Zwei, drei Jahre später habe „die Neugier auf das, wovon alle schwärmten, dann endgültig gesiegt“, und er und seine Frau Regina (67) hätten sich Trier „selbst erschlossen und in Ruhe genossen. Am Weinstand auf dem Hauptmarkt haben wir Winzer Hermann-Josef Thul aus Ensch kennengelernt und schnell Freundschaft geschlossen. Seither gilt die Devise: Kein Hoffest bei Thuls ohne uns!“

Birgit Kirsten. Foto: Roland Morgen
Friedhelm Jahns. Foto: Roland Morgen

Einen anderen Grund für regelmäßige Trier-Besuche haben  die Weimarerinnen Silvia Carstens und Karin Schulze: „Wir sind große Fans der Karnevalsgesellschaft  Heuschreck. Auch in der Session 2020 schauen wir uns die Sitzung an. Dann gleich die erste am 8. Februar.“