"Stärken vor Ort" bringt Trierer in Arbeit

"Stärken vor Ort" bringt Trierer in Arbeit

Eine Zwischenbilanz des Projekts "Stärken vor Ort" ist im Jugendhilfeausschuss der Stadt Trier vorgestellt worden - mit greifbaren Erfolgen: Bereits 45 Menschen haben dank der Initiative einen Job gefunden.

Trier. Bewerbertrainings, Deutschkurse für Migrantinnen, Jugendliche, die eine Theaterbühne bauen, Veranstaltungen in ihrem Stadtteil auf die Beine stellen oder eine Beachvolleyball-Anlage bauen: All das macht das Programm "Stärken vor Ort" möglich.

Es ist Teil der Initiative "Jugend stärken" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Unter dieser Überschrift werden kleinere Projekte finanziert, die den sozialen Zusammenhalt fördern sollen.

Projekte richten sich an Jugendliche



Drei Trierer Stadtteile hatten sich beworben: Ehrang, Trier-Nord und -West. Sie alle erhielten im Frühjahr 2009 den Zuschlag und starteten im Sommer mit ihren Projekten: 29 sind es insgesamt. Sie richten sich vor allem an Jugendliche mit schlechten Startchancen und Frauen, die wieder ins Berufsleben einsteigen wollen. Neben der gesellschaftlichen Integration haben die Vorhaben immer den Arbeitsmarkt im Blick. 447 Trierer haben bislang an dem Programm teilgenommen. 45 von ihnen haben nach Auskunft von Beate Stoff vom Verein Jugend und Arbeit dank der Initiativen bereits einen Arbeitsplatz gefunden, zehn weitere sind beispielsweise zu berufsvorbereitenden Kursen vermittelt worden. 83 Prozent der Teilnehmer sind jünger als 25 Jahre, 51 Prozent von ihnen sind Frauen, darunter 61 Migrantinnen.

Für den Erfolg der Projekte spricht nach Einschätzung Stoffs die niedrige Abbrecherquote von etwa drei Prozent.

Jeder der drei Stadtteile verfügt über ein Budget von je 67 000 Euro - finanziert zum größten Teil aus Mitteln der Europäischen Union. "Die Ausschöpfung müssen wir allerdings noch verbessern", sagt Stoff. Trier-Ehrang hat beispielsweise bislang nur 60 Prozent des Geldes aufgebraucht. Jedes Einzelprojekt wird mit maximal 10 000 Euro gefördert. "Stärken vor Ort" läuft voraussichtlich bis Ende 2011. Extra Zu den Projekten zählen in Trier-Ehrang eine Beratungsstelle für junge Arbeitslose, Sprache und Berufsorientierung für junge Migranten und ein Kurs zum Thema Beziehungs- und Lebensperspektiven. In Trier-Nord werden unter anderem Projekte zur Kinderbetreuung, zur Stärkung jünger Mütter und zur Entwicklung von Ideen für "Trier-Nord am Fluss" angeboten. Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung mit Hilfe von Tanz, Gesang und Poesie sowie zur Rückkehr nach der Familienphase in den Beruf und ein Veranstaltungsmanagement-Projekt gehören zu den Initiativen in Trier-West. (uq)