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Standortvorteile locken Investoren nach Föhren

Standortvorteile locken Investoren nach Föhren

Der Industriepark Region Trier (IRT) hat Anfang dieses Jahres bei der Beschäftigtenzahl die 2000er-Marke "geknackt". Auf dem Gelände gibt es weitere Bautätigkeiten: Ein Unternehmen siedelt sich neu an, eine weitere Firma wird vom gemieteten Provisorium im IRT-Gründerzentrum in ein eigenes Domizil umziehen.

Föhren/Hetzerath. Bei der Anfahrt zum IRT über die neue L 141 fällt unmittelbar am Kreisel ein Neubau auf: eine großflächig verglaste Halle mit einigen Anbauten. Die Wittlicher Firma Herbert Esch + Co und die Trierer Firma VauTe haben sich zusammengeschlossen, um in zentraler Lage ein Vertriebszentrum für Kärcher-Reinigungssysteme, HZ-Werkzeuge und Werkstattbedarf zu errichten. Zwölf Mitarbeiter aus Wittlich und Trier sowie die beiden Geschäftsführer Daniel Esch und Peter Schwall werden im März dort die Arbeit aufnehmen.
"Wir wollen die Kräfte bündeln und Synergieeffekte nutzen", sagt Geschäftsführer Esch im Gespräch mit dem TV. Die Wahl sei dabei auf den IRT Föhren/Hetzerath gefallen, weil "das der beste Standort in der Region ist". Esch: "Schon die direkte Anbindung des Industrieparks an die A 1 und die L 141 ist enorm von Vorteil. Außerdem haben wir hier ein Grundstück in sehr günstiger Lage erhalten und können künftig unsere Produkte optimal präsentieren."
Die Firma Sohns aus Brandscheid/Eifel hatte als Generalunternehmer den Komplex errichtet - inzwischen läuft der Innenausbau. "Die beauftragten Betriebe kommen durchwegs aus der näheren Umgebung - wie etwa die Firma ESW Elektro und Sanitär aus Hetzerath", erklärt Geschäftsführer Esch.
Neue 1000-Quadratmeter-Halle


Vom Innenausbau noch weiter entfernt ist das Projekt der Minden Metallbau GmbH. Minden wird an der Ring-Erschließungsstraße (Europa-Allee) eine 1000 Quadratmeter Fläche umfassende Produktionshalle und ein 400 Quadratmeter großes Bürogebäude errichten. Das Grundstück bietet zudem Platz für Erweiterungsbauten.
In der vergangenen Woche gaben Jungunternehmer Markus Minden und Reiner Beu vom Investor RBB Aluminium Verwaltungs GmbH das Startsignal zum Baubeginn. Inzwischen sind die Erdarbeiten in vollem Gang.
Die Minden Metallbau ist seit 2005 als Mieter im IRT -Existenzgründungspark untergebracht und beschäftigt derzeit acht Mitarbeiter.
Der Neubau soll mit energiesparender Technik ausgestattet werden - darunter mit einer Flachdach-Photovoltaik-Analage auch für den eigenen Strombedarf.Extra

Das fast fertig erschlossene Gelände des Industrieparks umfasst 105 Hektar Fläche. Inzwischen sind mehr als 60 Prozent der Baugrundstücke an Unternehmen verkauft. Nach Angaben von IRT-Geschäftsführer Reinhard Müller waren zum Jahresanfang über 2000 Menschen in 120 angesiedelten Unternehmen tätig. Voraussichtlich zehn weitere Firmen mit rund 200 Mitarbeitern würden in diesem Jahr noch hinzukommen. Bisher hat der Zweckverband IRT 52 Millionen Euro in den Aufbau einer wirtschaftsnahen Infrastruktur investiert. Das Land Rheinland-Pfalz hat dazu 22,3 Millionen Euro beigesteuert, die EU 13,4 Millionen. Der Bund finanzierte den Autobahnanschluss für 1,5 Millionen Euro. Träger des IRT ist ein 1992 gegründeter kommunaler Zweckverband der Kreise Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich, der Stadt Trier, der Verbandsgemeinden Schweich und Wittlich-Land sowie der Ortsgemeinden Bekond, Hetzerath und Föhren.