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Startschuss für den Panorama-Erlebnisweg in Fel

Wandern : Neuer Panoramaweg: Staunen und abschalten

In Fell fiel der Startschuss für den Panorama-Erlebnisweg Stein und Wein. Hunderte Wanderlustige testeten die mit viel Sehenswertem gespickte Strecke.

Es muss ein prägendes Erlebnis für die pfälzische Weinkönigin Inga Storck gewesen sein. In Jeans und Turnschuhen hatte sie sich beim Feller Maximiner Weinspektakel unter die Gäste gemischt. „Alle Weinmajestäten  hatten ihre schönen Kleider an“, erinnert sie sich. Und an den Schwur, nur noch in angemessener  Kleidung nach Fell zu kommen. Am vergangenen Wochenende stöckelte sie als einzige der Weinhoheiten in Kleid und Highheels über den neu eröffneten Panorama-Erlebnisweg.

Rund 150 Meter oberhalb des Ortsrands schnitten die Feller Jungwinzer Jürgen Rohles und Daniel Meirer symbolisch ein Absperrband durch. Danach testeten etwa 150 Männer, Frauen und Kinder gemeinsam die Frischluftstrecke, die immer wieder zum Staunen einlädt.

Denn auf Schritt und Tritt begleiten den Wanderer die Themen Stein und Wein, Flora und Fauna. Im satten Grün kann man auftanken, Ruhe- und Sinnesbänke laden ein, etwa dem Plätschern eines restaurierten Brunnens zu lauschen. Der Weg gibt den Blick kilometerweit über Weinberge, Wälder und Dächer frei. In den urigen Weinbergsmauern entdecken wachsame Augen die von Christine Britz und Reiner Krämer detailgetreu gemalten Schmetterlinge, Eidechsen oder Heuschrecken, um nur einige der vielen Motive zu nennen. Auch Skulpturen des Schnitzkünstlers Martin Morbach säumen die Strecke. Der Wanderer stößt auf die Feller Korkeiche, neu Gepflanztes wie Zierquitten und Felsenbirnen oder der wohl größte Korkenzieher der Welt. Das sagte Harald Schmitt vom Verein Feller Maximiner Wein zur Eröffnung. Ein zusätzlicher Pfad führt zur Mariahilf-Kapelle. Den insgesamt zweitägigen Auftakt versüßten Wein-, Flammkuchen – und Kuchenstände und mitgeführte Alpakas. Musik machten über den Dächern von Fell die Band Backstage, Bänkelsänger Franni , das Gäßberchtrios und die Bergmannskapelle. Am Stand des Naturschutzbundes informierten Manfred Weißhaar und Lena Gielcher über das was die Natur dem Menschen Wunderbares bietet.  „Fell hat eine kolossal mächtige Landschaft, die ihresgleichen sucht“, sagte Weißhaar. Etwa 22 Fledermausarten seien in dem mediterranen Klima  beheimatet, seltene Schmetterlings- und Vogelarten. Alles Zeichen für eine intakte Umwelt.

„Genial“, lobte Pia Jakobs, 49, die Neugestaltung des Haus- und Hofwanderweges zahlreicher Walker und Jogger. Hermann Lex, 56, sagte, Kunst und Skulpturen ließen die fünf Kilometer sehr kurzweilig erscheinen. Laut Ortsbürgermeister Alfons Rodens ist die Strecke ein Gewinn für Fell. Er dankte dem Verein Feller Maximiner Wein für Idee und Gestaltung. Auch mit Highheels ist die fünf Kilometer lange Strecke zu bewältigen. Wohl auch, weil viel Sehenswertes immer wieder zum Pause machen einlädt.