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Stau in Trier-Olewig - Ampel wird umprogrammiert

Stau in Trier-Olewig - Ampel wird umprogrammiert

Bis zum Hotel Deutscher Hof in der Südallee reicht seit einigen Tagen im Feierabendverkehr der durch die Baustelle in der Olewiger Straße verursachte Rückstau. Nervige 45 Minuten kann der Heimweg im Auto von der City nach Olewig dann dauern.

Dass der Rückstau trotz Sommerferien - in denen viele Pendler im Urlaub sind - so stark angewachsen ist, liegt nicht etwa an einer fehlerhaften Ampelschaltung. Schuld sind offenbar Bummler, die vor der Ampel zu viel Abstand zum vorausfahrenden Auto lassen. "Reißt der Verkehrsstrom an der Ampel länger als drei Sekunden ab, schaltet die Ampel auf Rot", sagt Michael Wöffler, Chef der Firma Verkehrstechnik Wöffler, die die Baustelle betreut. Entstehen können die Drei-Sekunden-Lücken zum Beispiel durch Bummler oder dadurch, dass Fahrer den Motor abstellen und zu lange brauchen, um das Auto wieder zu starten, wenn der Verkehr weiter läuft. Auch, wenn mehrere Autos vor der Ampel nach links in die Sickingenstraße abbiegen würden, könnten die Drei-Sekunden-Lücken im Autostrom Richtung Olewig entstehen, sagt Wöffler.
Warum das Problem ausgerechnet jetzt auftritt, dafür hat der Verkehrstechniker keine Erklärung. Trotzdem soll heute möglichst Abhilfe geschaffen werden. Nach Rücksprache mit dem Straßenverkehrsamt wird die Ampel umprogrammiert. Vereinfacht gesagt, erhält die untere Ampel eine Doppel-Grünphase. Bislang ist die Signalanlage so geschaltet, dass generell bei beiden Ampel die Grünphase mindestens 20 Sekunden lang ist. Im morgendlichen Berufsverkehr wird diese Phase für den aus Tarforst kommenden Verkehr verlängert, abends für den aus der City Richtung Olewig fließenden Verkehr. Bricht der Verkehrsstrom nach der Mindestsgrünphase für länger als drei Sekunden ab, schaltet die Ampel auf Rot. Fließt der Verkehr weiter bleibt sie Grün, maximal 60 Sekunden lang.
Die untere Ampel soll nun so umprogrammiert werden, dass - sofern der Verkehrsstrom nach der Mindestlaufzeit nur kurz abreißt - ein zweites Mal auf Grün schaltet. "Wir hoffen, dass diese Schaltung Abhilfe schafft und der Rückstau sich wieder verkürzt", sagt Wöffler.
Seit vor einigen Wochen offenbar ein Unbekannter einen Stecker der Ampel gelöst hatte, wird die Ampelschaltung im Übrigen jeden Morgen und jeden Abend bei Kontrollfahrten überprüft. Auch tagsüber gibt es laut Wöffler regelmäßige Überprüfungen.