Staubhumpen geht nach Schweich
Die Schweicher Dreschflegel-, Sensendengler- und Fassküfergruppe "Hau dropp" holte beim Dreikönigsdreschen in Westhofen im Wonnegau den großen Sonderpreis.
Schweich. (dis) Über 20 Dreschflegelgruppen aus verschiedenen Teilen Deutschlands nahmen bei herrlichem Sonnenschein am Dreschwettbewerb in Westhofen im Wonnegau teil. Am Ende strahlte die Schweicher Dreschflegel-/Sensendengler- und Fassküfergruppe "Hau dropp": Sie errang beim Dreikönigsdreschen den Sonderpreis, den Westhofener "Staubhumpen".Von alters her wurde, lange bevor Dreschmaschinen oder Mähdrescher die Arbeit übernahmen, das Getreide so gedroschen. Vornehmlich in den Wintermonaten, wenn draußen auf dem Feld die Arbeit ruhte, holte man das Getreide vom Schuppen auf die Tenne der Scheune um die Körner aus dem Stroh zu dreschen. Die Schweicher Mannschaft hat sich das Können dieses alten Handwerks erhalten. Sie nahm an dem Wettbewerb mit vier Fleglern, zwei Sensendenglern, zwei Fassküfern, einem Hufschmied und dem Fahnenträger teil. Den Auftritt hatte Franz-Josef Gühnen zum Takt der Amboss-Polka (der TV berichtete) einstudiert und eine passende Choreographie erarbeitet. Angefeuert wurden die Akteure lautstark von der mitgereisten Fangruppe mit den Rufen "Hau dropp". Einen solch gelungenen Auftritt wie von der Schweicher Gruppe war in Westhofen bisher weder vom Publikum noch von dem Richterkollegium gesehen worden. Spontan wurde eine Zugabe verlangt, der die Schweicher Männer gerne nachkamen. Sie erhielten unter dem tosenden Beifall den großen Sonderpreis, den Westhofener "Staubhumpen", und mit zwei Fasanen und zwei Hasen auch noch etwas Leckeres für den Kochtopf.