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"Staunen, verstehen, handeln"

"Staunen, verstehen, handeln"

Seit Jahren werden Trierer Kinder mit dem Zukunftsdiplom für ein nachhaltiges Leben fitgemacht. Das Erfolgsmodell wird jetzt auch auf Erwachsene ausgeweitet. Es wird vom Umweltministerium gefördert und richtet sich an alle, die am Thema Nachhaltigkeit interessiert sind und sie aktiv umsetzen wollen.

Trier. "Staunen, verstehen, handeln." Was vielleicht nach kindlichem Lernen in Kindergarten und Schule klingt, richtet sich hier an Erwachsene. Unter diesem Motto könnten demnächst "Interessierte zu Engagierten" werden, sagen Helga Büdenbender und Charlotte Kleinwächter, Vorstandsmitglied und Geschäftsführerin der Lokalen Agenda 21 Trier. Die Idee wurde aufgrund vermehrter Nachfragen von Eltern, die ihren Nachwuchs zu Veranstaltungen des Zukunftsdiploms für Kinder begleiteten, geboren. Als kurz vor den Sommerferien die Finanzierung geklärt war, war die Resonanz unter Mitgliedsfirmen der Agenda sowie bisherigen Kooperationspartnern groß: 24 Organisatoren und Firmen sagten ihre Unterstützung zu. 21 Veranstaltungen mit einem breiten Themenspektrum starten ab dem 30. September in die Testphase. Dabei geht es nicht um trockene Vorträge, sondern um lebhafte Diskussionen und vor allem um Möglichkeiten, selbst etwas zu tun, zu kreieren, zu gestalten. Unter dem Titel "Pimp my Möbel" wird zum Beispiel das Stadtmuseum Simeonstift einen Workshop anbieten, in dem Teilnehmer vermeintlich wertloses Mobiliar buchstäblich aufmöbeln. Sie habe die Erfahrung gemacht, dass auch Erwachsene kreativ sein möchten, sagt Mitarbeiterin Dorothée Henschel und zeigt einen neu gestalteten Hocker. Georg Stephanus von der gleichnamigen Buchhandlung, Agenda-Mitglied und Vater zweier Kinder-Diplomanden, widmet sich zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland, Region Trier, der Vermeidung von Plastiktüten. Dies setze er in seinen Geschäften bereits erfolgreich um. Als Ziele des Zukunftsdiploms für Erwachsene formulieren Kleinwächter und Büdenbender, den Nachhaltigkeitsgedanken zu forcieren, Beispiele in Trier kennenzulernen und Anreize zur eigenen Umsetzung aufzuzeigen. Die Veranstaltungsreihe soll zu einer dauerhaften Einrichtung werden, die sich über ein halbes Jahr erstreckt. Die dreimonatige Pilotphase wird mit dem Diplom in Form einer Abschlussveranstaltung im Januar beschlossen - mit Essen und Wein, denn die Kulinarik kommt auch beim Thema Nachhaltigkeit nicht zu kurz. Wer mindestens drei Veranstaltungen besucht hat, nimmt kostenlos teil.Extra

Das Zukunftsdiplom umfasst eine Vielzahl von Veranstaltungen. Eine Auswahl: Donnerstag, 8. Oktober, 18 Uhr: "Wo Millionen bewegt werden" (Trierer Hafen GmbH) - Führung Mittwoch, 14. Oktober, 17 Uhr: "Essbare Stadt Trier" (Lokale Agenda 21) - Spaziergang mit Projektvorstellung Freitag, 13. November, 14.30 Uhr: "Stromkosten runter - so geht's (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Beratungsstelle Trier) - Workshop Mittwoch, 18. November, 19 Uhr: "Spinnen am Spinnrad" (Familienzentrum Fidibus) - Workshop Alle weiteren Veranstaltungen und Infos zu den Tickets gibt es im Internet unter la21-trier.de/ zukunfts-diplom-fuer- erwachsene-2/