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Steffen Maiwald soll neuer Chef der Stadtwerke Trier werden

Energieversorgung : Steffen Maiwald wird neuer Chef der Stadtwerke Trier (Update)

Neuer kaufmännischer Vorstand der Trierer Stadtwerke wird Steffen Maiwald. Die Aufsichtsgremien der SWT haben den 51-Jährigen am Mittwochnachmittag einstimmig gewählt. Maiwald ist derzeit noch Geschäftsführer der Stadtwerke Hanau. Maiwald tritt den Chefposten in Trier zum 1. Juli 2019 an.

Wie volksfreund.de bereits am Mittwochmittag vorab exklusiv berichtete, hatte eine Findungskommission - besetzt mit Kommunalpolitikern, Mitgliedern der SWT-Personalvertretung sowie Oberbürgermeister und SWT-Aufsichtsratvorsitzendem Wolfram Leibe - Steffen Maiwald als Kandidaten vorgeschlagen. Bei der Personalagentur, die das Bewerbungs- und Auswahlverfahren begleitete, hatten sich rund 70 Interessenten auf die Stelle beworben, rund 40 davon seien „valide“ gewesen, wie Elke Vorholt, geschäftsführende Gesellschafterin der Düsseldorfer Personalagentur LAB beim Pressegespräch am Mittwochabend in Trier erklärte. Fünf seien schließlich in der engeren Auswahl gewesen.

Die Findungskommission um Oberbürgermeister Leibe hatte sich nach mehreren Gesprächsrunden einstimmig für Maiwald ausgesprochen. „Herr Maiwald leitet sehr erfolgreich die Stadtwerke Hanau, dieser fachliche Leistungsnachweis war für uns mitentscheidend. Und auch als Person und Persönlichkeit hat Herr Maiwald überzeugen können“, sagte Leibe. „Dass auch die fünf Aufsichtsgremien der SWT ihn heute einstimmig gewählt haben, zeigt, dass er viel Rückhalt hat - besser geht es nicht“, so Leibe weiter.

Arnd Müller, gleichberechtigter Vorstand in der zweiköpfigen SWT-Geschäftsführung und verantwortlich für die technischen Bereiche, betonte ebenfalls: „Ich freue mich, einen Partner mit ausgewiesener Kompetenz an meiner Seite zu haben - die Chemie könnte passen, das haben wir bei unseren ersten Gesprächen schon feststellen können.“

Maiwald ist verheiratet und hat eine Tochter. Der studierte Diplom-Kaufmann ist seit Januar 2012 Geschäftsführer der Stadtwerke Hanau. „Die Familie Maiwald wird komplett nach Trier umziehen, möglichst schon zum 1. Juli“, sagte er.

An den Trierer Stadtwerken gefalle ihm besonders das breite Leistungsangebot, die Ausrichtung auf die Zukunft und die „bislang gefühlt gute Unternehmenskultur“, sagte Maiwald am Mittwochabend.

Bis Juli 2019 werde er seinen Vertrag in Hanau noch voll erfüllen, Gespräche über die Aufgabenverteilung in Trier seien mit Co-Geschäftsführer Arndt Müller allerdings geplant.

Anders als die Stadtwerke Trier sind die Stadtwerke Hanau nicht für den öffentlichen Buslinienverkehr zuständig. Die Sparte ÖPNV gehörte bei den SWT bislang zum Verantwortungsbereich von Maiwalds Vorgänger im Amt, Olaf Hornfeck. „Es könnte sein, dass wir die Bereiche umverteilen“, sagte Müller, „aber das müssen wir noch genauer besprechen“. Maiwald erklärte: „Es geht ja auch gar nicht unbedingt darum, die Einzelpakete streng abgegrenzt voneinander zu betrachten, sondern darum, wie es gelingt, ein Gesamtleistungsangebot zu veredeln. Wenn wir über den Busverkehr sprechen, geht es nicht nur um ÖPNV, sondern allgemein um Mobilität - die wiederum eng mit der Infrastruktur einer Stadt verknüpft ist.“

Die fünf Aufsichtsgremien der Stadtwerke, die am Montagnachmittag einstimmig für Maiwald gestimmt haben, sind:

- der Verwaltungsrat der SWT AöR (Anstalt des öffentlichen Rechts)

- der Aufsichtsrat der SWT GmbH

- der Aufsichtsrat der SWT Versorgungs-GmbH

- die Gesellschafterversammlung der SWT GmbH

- die Gesellschafterversammlung der SWT Versorgungs-GmbH

Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe ist in allen fünf Gremien Vorsitzender.

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