Steinbruch-Musical: Schüler spenden Preis

Steinbruch-Musical: Schüler spenden Preis

Mit guten Ideen und einem selbst geschriebenen Musical hatten Schüler aus Ralingen-Godendorf auf die Problematik eines dort geplanten Steinbruchs aufmerksam gemacht (der TV berichtete). Dafür erhielten sie jetzt einen Preis der deutschen Stiftung Umwelt.

Trier/Ralingen-Godendorf. Welche Auswirkungen hat ein großer Steinbruch auf die Natur und die Umwelt im allgemeinen und auf eine Fledermausfamilie im Besonderen? Dieser Frage gingen vier Schüler aus Ralingen-Godendorf nach und setzten ihre Gedanken kreativ um. Das mit dem Steinbruch hätten sie nicht so toll gefunden, vor allem weil dadurch Orchideenwiesen und auch Mopsfledermäuse gefährdet seien. "Wir wollten einfach etwas machen, was nicht jeder macht", erzählt Katharina Ringe, eine der Preisträgerinnen. So sei man auf die Idee mit dem Musical gekommen, zumal man so etwas schon einmal bei einem anderen Projekt gemacht habe. Die Texte schrieben Adrian Wirtz, Katharina Ringe, Johanna Weber und Julie-Anne Wagner selbst, insgesamt machten 15 Schüler mit. Für das Musical "Die Steinbruchstopper" waren die Kinder in die Rollen von Fledermäusen geschlüpft und hatten aufgezeigt, wodurch diese Tierart gefährdet wird.

Markus Große Ophoff von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt übergab einen Scheck über 1000 Euro an die Preisträger. "Wir finden, das habt ihr vorzüglich gemacht", sagte er. Wichtig sei es, sich Gedanken über solche Dinge wie einen geplanten Steinbruch zu machen zu machen und in freundlicher Weise darüber zu reden.

Viel Zustimmung gab es auch vonseiten des ersten Beigeordneten der Gemeinde Ralingen, Volker Barth. "Die Einwohner sind mächtig stolz auf so junge Talente", sagte er und überreichte Kinogutscheine für alle am Musical Beteiligten.

Auch Wolfgang Reiland, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land, lobte vor allem, dass die Schüler die Problematik auf eine sehr ausgewogene Weise ins Gespräch gebracht hätten. "Ihr habt niemandem auf den Schlips getreten", sagte er. Die Preisträger zeigten auch bei der Entgegennahme des Geldes Größe. Sie spendeten den Betrag in voller Höhe an die Kinderkrebsstation des Trierer Mutterhauses.

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