Sternbus soll nicht mehr durch Zewen fahren

Sternbus soll nicht mehr durch Zewen fahren

Weniger Busse im Ortsteil, dafür aber eine Schienenanbindung. Das steht auf der Wunschliste des Ortsbeirats Trier-Zewen. Zudem fordern die Kommunalpolitiker mehr Solidarität, wenn es um die Erhebung von Anliegerbeiträgen für die Straßensanierung geht.

Trier-Zewen. Wenn es nach dem Willen des Ortsbeirats geht, wird die Sternbuslinie 81, die Zewen frühmorgens, abends und am Wochenende mit der Stadt verbindet, künftig durch Fröbel- und Wasserbilligerstraße fahren. Durch die Verlegung erführe der stark besiedelte Ortskern um Turm-, Lindscheid- und Meierstraße eine Entlastung, hieß es im gemeinsamen Antrag von CDU und SPD in der Ortsbeiratssitzung in der Grundschule. Zudem sollen die Busse Richtung Stadt ab 23 Uhr über die B 49 geführt werden.
"Wir sind keine Insel, die Busse müssen irgendwo fahren", kritisierte Hans-Willi Triesch (SPD) die Verlagerung der Trasse. Auch die Belastung von Anliegern würde so nur von einer in eine andere Straße verlagert.
Westtrasse reaktivieren


Er sei froh über die gute Busanbindung des Stadtteils. "Ich wollte nicht, dass meine Tochter nachts bis zur B 49 laufen muss!" Der Ortsbeirat beschloss die Verlegung bei einer Enthaltung - Triesch darf als Stadtratsmitglied nicht abstimmen. Gleichzeitig stimmten alle Politiker einmütig für die Reaktivierung der Westtrasse der Bahn. Der Stadtrat wolle das forcieren, erklärte Antragstellerin Carola Siemon (SPD). Der Bau der Haltepunkte solle extern finanziert werden. "Das ist grundsätzlich eine gute Sache", unterstützte Ortsvorsteher Helmut Mertesdorf (CDU). "Das wird den Stadtteil von Bussen entlasten."
In direktem Zusammenhang mit der Busanbindung steht der für 2013/2014 geplante Ausbau von Turm-, Lindscheid- und Meierstraße. Er ist bereits in den Entwurf des Finanzhaushalts der Stadt eingeplant. "Die Straßen wurden von den Gelenkbussen wesentlich schneller kaputt gefahren", bemerkte Mertesdorf. "Auf die Anlieger werden nun extreme Kosten zukommen." Für viele werde das eine unzumutbare Belastung darstellen. Deshalb solle die Stadt Anliegerkosten über wiederkehrende Beiträge finanzieren. Dann würde jeder jährlich einen geringeren festen Betrag zahlen. Die Stadt hätte feste Einnahmen und könnte besser planen. Der Haken: Zurzeit liege beim Bundesverfassungsgericht eine Normenkontrollklage vor, ob dies zulässig sei. Wenn die Entscheidung falle, werde er den einstimmig angenommenen Antrag an die Stadt weiterleiten, versprach Mertesdorf.
Eine Entscheidung gibt es inzwischen bei der Umgestaltung des Alten Kirchplatzes. Der Plan sei genehmigt, informierte der Ortsteilchef. Das Projekt komme im November in den Bauausschuss, dann erfolge die Ausschreibung. "Es besteht keine Gefahr, dass unser Budget verfällt." Der Etat aus 2012, 20 300 Euro, soll ebenfalls für den Platz verwendet werden, 444 Euro sind für andere Projekte eingestellt. Sollte das Budget gekürzt werden, werde um den entsprechenden Prozentsatz reduziert.
Extra

Aus dem Ortsbeiratsbudget2011 stellt der Rat für die Reparatur von zwei kaputten Fahnenmasten am Bahnübergang 650 Euro zur Verfügung. Die Postfiliale in Zewen ist von der Kant- in die Zewener Straße umgezogen. Der Briefkasten werde neben der Telefonzelle Ecke Fröbelstraße installiert, informierte Ortsvorsteher Helmut Mertesdorf. mehi