STICHWORT

Bürgerbeteiligung beim Stadtteilrahmenplan "Stadtentwicklung ist ein andauernder Prozess", sagt Toni Loosen-Bach, Projektleiter für Stadtteilrahmenpläne und Bürgerbeteiligung bei der Trierer Stadtverwaltung.

Nicht nur die Stadt verändert sich - auch die Art der Planung wird modernen Methoden angepasst. So entstand 1996 in Trier die Idee, die Bürger per Befragung einzubeziehen. Es wurde ein Konzept entwickelt, und Loosen-Bach leitete den Prozess in die Wege, die Einwohner direkt in die Erstellung der Stadtteilrahmenpläne einzubeziehen. "Das waren die so genannten Bürgerbeteiligungen. Was dabei herauskam, ist teilweise schier unglaublich." Die Stadtteilrahmenpläne für die 16 Orts- und Stadtbezirke umfassten eigentlich nur Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen, sagt Loosen-Bach. "Aber in den Bürgergutachten wurden viel mehr Vorschläge eingebracht, die auch Kultur und Bildung betrafen. Das hat richtig etwas losgetreten. Das wird leider viel zu wenig nach außen kommuniziert." Bis die Projekte umgesetzt werden, brauchen die Bürger oft allerdings Geduld: Die meisten Vorschläge müssten in größere Projekte eingebunden werden, sagt Loosen-Bach. "Deren Realisierung ist teilweise erst in mehreren Jahren geplant."(bru)

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