Stiftung Léontine: Dank Stipendium aus der Armut

Benefizaktion : Dank Stipendium aus der Armut

Meine Hilfe zählt: Stiftung Léontine bittet TV-Leser um Spenden für Straßen- und Waisenkinder in Ostafrika.

Regelmäßig trudeln in der Region Trier Anträge auf Stipendien aus Ruanda ein. Genauer gesagt bei Mitgliedern der Stiftung Lèontine. Es sind Schreiben voller Hoffnung auf ein besseres Leben. Stiftungsmitglieder sichten die Post aus Ostafrika, wählen aus – und fördern. Bereits mehrere hundert Straßen- und Waisenkinder konnten in den vergangenen Jahren an speziellen Berufsschulen im Bistum Byumba zu Schneiderinnen, Zimmerleuten oder Schreinern ausgebildet werden.

In diesem Jahr konnte für genau 99 Jugendliche die Ausbildung finanziert werden. Das sagt Frank Schmitz vom Stiftungsvorstand. Dank Léontine, dank Spendenaktionen Trierer Berufsbildender Schulen, dank der TV-Leser, die schon mehrere tausend Euro für das Meine Hilfe zählt-Projekt „Berufsausbildung in Ruanda: Alte Stipendien weiterführen - neue vergeben“ gespendet haben - um nur einige der Unterstützer zu nennen.

Auf der Internetseite der Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds (www.meine-hilfe-zaehlt.de) schreibt Schmitz: „Damit wir die erfolgreiche Arbeit der Stiftung Léontine auch im Jahr 2020 fortsetzen können, sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen.“ Jungen Menschen eine Chance zu geben, einen Beruf erlernen zu können, sei auch Friedensarbeit. Unruhen entstünden auch aufgrund von Hoffnungslosigkeit.

Ein Stipendium kostet soviel wie ein Paar angesagte Markensportschuhe – rund 150 Euro. Insgesamt benötigt die Stiftung zurzeit 3000 Euro, damit im kommenden Jahr zwanzig junge Menschen in die Lehre gehen können. TV-Leser können wieder mithelfen, damit Begabungen nicht brach liegen, und junge Männer und Frauen, die es sich sonst nicht leisten könnten, die Basis fürs Überleben schaffen können.

Die Ausbildung dauert zwei Jahre, es gibt einen theoretischen und praktischen Teil. In Werkstätten der Schulen setzen die Schüler um, was sie im Unterricht lernen. Diesen kirchlichen Berufsschulen ist ein Internat angeschlossen. Das bedeutet: Die jungen Berufssschüler leben in einfachsten Verhältnissen, mittags gibt es Reis mit Gemüse.

Alle seit zehn Jahren geförderten „Azubis“ haben einen Arbeitsplatz, sagt Schmitz. Einige hätten sich in Kooperativen selbstständig gemacht.

Schüler der Berufsbildenden Schule Trier haben viel Geld für Schüler in Ruanda gesammelt. Foto: Bjoern Pazen (BP)
Zwei Schülerinnen zeichnen Schnittmuster für ein Kleidungsstück. Foto: Katja Bernardy (kat)

Die 2007 in Trier gegründete Stiftung Léontine ist Teil eines Stiftungsnetzwerks. Der 2015 verstorbene Stifter Gottfried Nyssen hatte es klug angelegt, sodass die einzelnen Stiftungen sich gegenseitig ergänzen. Zum Beispiel bauen Maurer Häuser für ein Witwen- und Waisenprojekt in Ruanda, Schreiner wiederum stellen Betten dafür her. Die Stiftung arbeitet eng mit dem Bischof von Byumba zusammen. Er war sogra schon persönlich zu Gast bei Vertretern von Léontine in Pluwig (Kreis Trier-Saarburg). TV-Leser können für das Projekt unter der Nummer 24127 spenden. „Helfen Sie uns, jungen Frauen und Männern in Ruanda eine berufliche Zukunft zu ermöglichen“, sagt Schmitz. Diesem erst kürzlich gestarteten neuen Bedarf des Meine Hilfe zählt-Projekts fehlen noch 2960 Euro.

Mehr von Volksfreund