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Stilles Gedenken zur Pogromnacht in Trier

Geschichte : Stilles Gedenken zur Pogromnacht in Trier

Oberbürgermeister Wolfram Leibe und die Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde erinnern an Gedenk-Stele in Trier gemeinsam an die Opfer der Zerstörungswut der Nazis.

Coronabedingt gab es in diesem Jahr in Trier keine öffentliche Pogrom-Gedenkstunde, sondern ein stilles Gedenken.  Oberbürgermeister Wolfram Leibe legte am Montagabend gemeinsam mit Jeanne Bakal, der Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde, an der Stele Am Zuckerberg/Metzelstraße einen Kranz nieder. Die Stele erinnert an die alte und zerstörte Synagoge in Trier. Die Stadtratsfraktionen von CDU und SPD stellten im Vorfeld Blumengestecke dort auf.

Nach der Schweigeminute las Yaniv Taran das Gebet „El male Rahamim“ in hebräischer und deutscher Sprache vor. Oberbürgermeister Leibe betonte die Wichtigkeit des Gedenktages: „Auch in Pandemie-Zeiten ist es wichtig, an einem solchen Tag innezuhalten. Mit dem Gedenken an die Pogromnacht halten wir die Erinnerung an das grausame Schicksal von vielen von Nazis verfolgten und getöteten jüdischen Bürgerinnern und Bürgern in Trier und in ganz Deutschland wach.“

In der Pogromnacht vor 82 Jahren wurden in Deutschland, auch in Trier, Synagogen entweiht, geschändet und verwüstet. Zahlreiche Häuser, Geschäfte und Einrichtungen von Trierer Juden wurden zerstört. Die Pogromnacht markierte den Beginn der europaweiten systematischen Verfolgung und Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten.