Stimmung trotzt Regen

TRIER. (red) Pleiten, Pech und Regen: Die große Reithalle des Postsportvereins Trier auf Hofgut Monaise hielt am Wochenende dem Unwetter nicht stand. Kaum hatten die Reiter die Halle am Tag vor dem Turnier von den Regenfluten befreit, tropfte das Wasser nach dem ersten Wettkampftag wieder wie aus allen Poren. Bis in die Nacht waren die Vereinsmitglieder mit schwerem Gerät zu Gange, damit nicht das ganze Turnier ins Wasser fällt.

Eigentlich sollte es ein Außen-Turnier werden. Nach Jahren hatte sich die Reitabteilung des Postsport-Telekom-Vereins (PST) Trier wieder dazu entschlossen, Ende August ein kleines Turnier für den Reiternachwuchs anzubieten. Bei Sonnenschein vor malerischer Schlosskulisse, so war es geplant. Doch das regnerische Wetter machte den PST-Reitern schon im Vorfeld einen Strich durch die Rechnung. Der Verein musste umdisponieren: Statt auf den zwei top-gepflegten Außenplätzen - die Reiter hatten die Platzumzäunung frisch gestrichen - mussten sie mit ihrem Nachwuchs-Turnier in die Halle ausweichen. Kein Problem, dachten sie noch. Doch dann regnete es erst richtig. Am Freitag vor dem ersten Turniertag stand das Wasser über die Hälfte der Hallenfläche verteilt knöchelhoch. Da man die Richter nicht mit Gummistiefeln ausgerüstet in Schlauchboote setzen wollte, blieb nichts anderes übrig, als den Schaden noch in der Nacht zu beseitigen: Der durchnässte Sand wurde aus der Halle geschaufelt, abgefahren und neuer, trockener Sand wieder verteilt. Glücklich, doch noch alles hinbekommen zu haben, ging dann der Turniersamstag mit weit mehr als 150 Reitern gut über die Bühne. Doch das Glück währte nicht lange. Samstagnacht lief die Halle ein zweites Mal voll. Die alte Bausubstanz hielt dem Unwetter nicht stand. Ergebnis: Wieder Land unter auf Hofgut Monaise. Ein zweites Mal packten die Vereinsmitglieder an und schaufelten bis in die Nacht. Da auf die Schnelle kein neuer Sand besorgt werden konnte, musste der hintere Bereich der Halle gesperrt werden. Übermüdet, aber gut gelaunt standen dann alle wieder am zweiten Turniertag in ihrer Seepferdchen-Halle. Derzeit prüft der Vorstand des PST-Hauptvereins, was in Zukunft gegen solche Wasserschäden getan werden kann. Der Turnier-Stimmung hat die Panne jedenfalls keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: So viel Sekt wurde auf Hofgut Monaise schon lange nicht mehr getrunken, und die PST-Reiter feierten bei bester Laune nicht nur den einen oder anderen sportlichen Erfolg (siehe hierzu auch die Ergebnisse heute auf unserer Lokalsportseite), sondern auch die gute Gemeinschaft. Also eigentlich das, was einen Verein ausmacht. Insgesamt traten beim Nachwuchs-Turnier rund 300 Reiter in den Klassen E bis L in Dressur wie Springen an. Zudem wurden Jugend- und Seniorenreiterwettbewerbe angeboten sowie den jüngsten Pferdeliebhabern ermöglicht, in der Pony-Führzügelklasse erste Turnier-Erfahrungen zu sammeln. "Alles in allem ein gelungenes Turnier, das zeigt, was man alles auf die Beine stellen kann, wenn man zusammenhält", sagte der Präsident der PST-Reitabteilung, Georg Meyer, am Ende zufrieden und bedankte sich bei allen Turnierhelfern, besonders jenen, die bis in die Nacht das Wasser aus der Halle geschaufelt hatten. Die sportlichen Ergebnisse der Erstplatzierten des August-Turniers auf Hofgut Monaise lesen Sie heute auf unserer Lokalsportseite.

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