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Stockplatz Teil der Fußgängerzone

Stockplatz Teil der Fußgängerzone

TRIER. (f.k.) Einige geänderte Schilder an der Einmündung Jakob-/Rautenstrauchstraße haben gereicht, um dem Stockplatz einen neuen "Rechtsstatus" zu geben: Seit Montag ist er Teil der Fußgängerzone.

Bisher galten der Platz und der dort entlangführende Abschnitt der Jakobstraße nur als verkehrsberuhigte Zone. Nun sind die Flächen Teil der Fußgängerzone - und damit herrschen dort für Autofahrer verschärfte Bedingungen: Schon das Hineinfahren in diese "Zone" ist mit einem "Knöllchen" bedroht. Zum gefährlichen Pflaster wird der Stockplatz aber auch für den "ruhenden Verkehr". Das gilt besonders für Falschparker, die dort bislang vor allem abends ihren Wagen abstellten. Neben Bußgeldern müssen sie nun damit rechnen, dass ihr "fahrbarer Untersatz" abgeschleppt wird. Durchschnittliche Abschleppkosten: 95 Euro zuzüglich 30 Euro Ordnungsgeld. Und im Gegensatz zu "normalen" Halteverbotszonen, wo nur bei konkreter Behinderung oder Gefährdung abgeschleppt werden kann, ist die Schwelle in der Fußgängerzone erheblich niedriger angesetzt. Bert Wiegandt von der städtischen Straßenüberwachung: "Wegen der so genannten negativen Vorbildwirkung kann dort im Prinzip jedes unerlaubt abgestellte Fahrzeug entfernt werden." Bis einschließlich Samstag würden Falschparker am Stockplatz noch kostenlos auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. Ab Montag werde es dann teuer. Übrigens: Für den Lieferverkehr und Radfahrer sowie für zwei besonders betroffene Anlieger - ein Hotel und eine Fahrschule - gelten besondere Regelungen. Die meisten Anlieger begrüßen die kürzlich angekündigte Änderung ( TV vom 8. Februar) - nicht aber die Volksbank (VB) Trier. Deren Filiale am Stockplatz war bisher leicht mit dem Auto erreichbar. VB-Direktor Karl A. Heinz: "Die Filiale wurde besonders von Geschäftskunden mit viel Bargeld genutzt. Doch alle Gespräche mit dem Stadtvorstand sind gescheitert. Rechtliche Möglichkeiten haben wir nicht." Der Standortvorteil, wegen dem man die ehemaligen Filialen Christophstraße und Pferdemarkt dort zusammengelegt habe, sei dahin - die weitere Entwicklung werde beobachtet.