Straße nach Zummet gesperrt

Ab kommenden Montag wird die Landstraße (L) 48 zwischen Leiwen und Zummet gesperrt. Wie der Energieversorger RWE mitteilt, müssen wegen des bevorstehenden Ausbaus der L 48 Kraftwerksrohre verlegt werden.

Leiwen. Anfang Oktober will RWE Innogy, eine für erneuerbare Energien zuständige Tochtergesellschaft von RWE, mit Arbeiten an einer Rohrleitung des Dhronkraftwerks bei Leiwen beginnen. Die Arbeiten seien wegen des in Kürze startenden Ausbau der Landesstraße zwischen Leiwen und Trittenheim notwendig. Der Verkehr wird umgeleitet: ab Leiwen über die L 48 und weiter über die Thörnicher Brücke und die B 53 in Richtung Klüsserath und Trittenheim (siehe Infografik). Laut RWE handelt es sich um die Teilerneuerung eines "Rohrleitungsfestpunktes". Durch ihn werden zwei Rohrleitungen geführt, die die Dhrontalsperre mit dem Dhronkraftwerk in Leiwen verbinden. Die Druckleitung besteht aus zwei oberirdisch verlaufenden Stahlrohren. Da der Rohrleitungsfestpunkt von der Landstraße L 48 gekreuzt werde, müsse er in der Höhe und in der Fahrbahnbreite an die neue Straßenplanung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Trier angepasst werden.
Die L 48 zwischen Leiwen und Zummet wird für die Dauer der Bauzeit für den Verkehr voll gesperrt. Zugänge und Zufahrten zu den Anliegergrundstücken im Baubereich der Landesstraße sollen während der Bauarbeiten offengehalten werden. Parallel zu den Arbeiten an der Rohrleitung will der LBM mit der Sanierung der L 48 beginnen. Die Vollsperrung soll bis Herbst 2015 bleiben. Im September sollen die Bürger über die Straßensanierung informiert werden. alf
Extra

 Oben in der Höhe verschwinden die offenen Druckrohre im Berg - genau dort verläuft die hier nicht sichtbare Landesstraße, die nun saniert werden soll. TV-Foto: Friedhelm Knopp
Oben in der Höhe verschwinden die offenen Druckrohre im Berg - genau dort verläuft die hier nicht sichtbare Landesstraße, die nun saniert werden soll. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Das Dhronkraftwerk steht in Leiwen. Dieses ist seit mehr als 100 Jahren in Betrieb und versorgt rund 3000 Haushalte mit Strom. Das Speicherkraftwerk bezieht sein Wasser über die Dhrontalsperre. Der natürliche Zulauf ist die Kleine Dhron. Das Wasser wird aus dem Speicherbecken durch einen Druckstollen und zwei Rohrleitungen über eine Fallhöhe von rund hundert Metern zum Kraftwerk geleitet. Dort erzeugen vier Francis-Turbinen grünen Strom. Die installierte Leistung beträgt rund acht Megawatt. Das Kraftwerksgebäude, die Rohrleitungen und die Maschinensätze sind noch Originalteile. alf