Straßenbau

Zum Bericht "Pellinger am Wochenende dicht" (TV vom 10.Oktober):

Sicherlich sind viele Straßen im Lande reparaturbedürftig. Die "Pellinger" (B 268 zwischen Trier und Pellingen) war es jedenfalls nicht. Nach meinem Eindruck war diese Straße in einem tadellosen Zustand, sie hatte ja erst vor ein paar Jahren eine neue Decke erhalten. Nun wird sie erneut saniert. Das kostet (mindestens) 1,5 Millionen Euro, ganz zu schweigen von der enormen Umweltbelastung durch Entsorgung der abgefrästen Bitumenmassen und dem Verbrauch wertvoller Ressourcen zur Wiederherstellung der Straßendecke. Argumentation der Behörde: Die Straße hatte Risse und Setzungen. Ich habe nie Setzungen bemerkt und auch nur höchst selten Risse erkennen können. Ein paar Risse hätte man wohl problemlos füllen können. Und, falls es Setzungen gegeben hat: Warum beschränkt man die Sanierung nicht auf die entsprechenden Straßenabschnitte, statt fünf Kilometer durchgehend zu erneuern? Es drängt sich hier der Gedanke auf, ob die Maßnahme eventuell nur zur Verwendung eines noch nicht aufgebrauchten Budgets noch vor Jahresende erfolgen musste. Das wäre in meinen Augen skandalös. Es gäbe doch so viele Möglichkeiten, diese Steuergelder sinnvoll einzusetzen. Dies ist wieder mal ein Fall von fatalem Ausgaben-Management unserer Staatsorgane. Auf den jüngsten Bericht des Rechnungshofs sei hingewiesen. Seine (sehr berechtigte) Kritik zu fehlender Verantwortlichkeit der Politiker und Behörden im Umgang mit öffentlichen Mitteln wird lediglich zur Kenntnis genommen; anschließend wird in selbstherrlicher Manier weiter verfahren wie bisher. Es ist somit auch schade für die Steuergelder, die zur Unterhaltung des Rechnungshofs aufgewendet werden; eine Effizienz dieses Kontrollorgans ist jedenfalls nicht zu erblicken. Karl-Heinz Blau, Konz

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