strassengeschichten

Dass an der Straße Weberbach im Zentrum Triers tatsächlich mal ein offener Bach geflossen ist, davon ist heute nicht mehr viel zu sehen. Stattdessen haben hier, in der Stadtbibliothek, wertvolle Folianten ihr Zuhause gefunden.

Eine Sanierung der angrenzenden Schatzkammer ist in Planung, um die alten Schätze in Zukunft besser der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Die von den römischen Bauwerken Kaiserthermen und Basilika gesäumte Verkehrsachse, die passenderweise auch Kaiser- mit der Konstantinstraße verbindet, war im Mittelalter vor allem die Heimat von Wollwebern und Wollfärbern. Sie siedelten hier, um an dem offen durch die Straße fließenden Bach ihre Wolle zu waschen. Spätestens im 19 Jahrhundert war damit Schluss: Der Bach wurde ab 1820 überdeckt.

Zum Weiterlesen: Das Buch "Die Straßennamen der Stadt Trier" (jüngste Auflage von 2006) wird vom Kulturbüro der Stadt herausgegeben und ist für 3,90 Euro in den Trierer Buchläden erhältlich. (slg)