Strassenverkehr

Zu den Bauarbeiten in der Ostallee (der TV berichtete mehrfach):

Super, der Straßenbelag der Ostallee ist endlich wieder neu. War der Zustand wirklich so schlecht? Als Radfahrer vermisse ich die Fortsetzung des in Gartenfeld und Mustorstraße mit so immensem Aufwand umgesetzte Radwegekonzepts in die Ostallee. Gerade hier wird es ja richtig gefährlich. Nach Aussage der Stadt handelte es sich aber lediglich um eine Reparaturmaßnahme, um akute Gefahr abzuwenden. Nach einer Reparatur müsse exakt der selbe Zustand wieder hergestellt werden wie zuvor. Ein Neubau würde aus anderen Töpfen bedient und erfordere einen wesentlich höheren Zeit- und Planungsaufwand. Außerdem müsste dafür Geld beim Land beantragt werden und das dauere eben lange. Ich fragte: "Wusste man denn nicht schon vor vielen Jahren, dass die Ostallee neu gemacht werden muss und hätte dann die Fördergelder so beantragen können, dass Reparatur, Neubau und ein neues Verkehrskonzept zusammen hätten umgesetzt werden können?" Keine Antwort. Man sagte mir nur: "Ich bin nicht dafür verantwortlich." Und genau das ist das Problem. Der Sachbearbeiter sagt mir das, sein Chef würde mir das sagen, der Abteilungsleiter genauso, der OB sowieso und beim Ministerium würde ich auch nur dasselbe hören. Niemand ist für irgendwas verantwortlich. Was nutzen die vielen fragmentalen Einzelmaßnahmen für den Radverkehr jetzt, wenn der Gesamtausbau erst in 20 Jahren fertig ist und dann wahrscheinlich schon wieder überarbeitet werden muss? So lange es Flickwerk ist, muss eben die Polizei in der Ostallee die Radfahrer verwarnen, die dort verständlicherweise den Gehweg nutzen. Unser Sohn fährt dort öfter mit dem Rad zur Schule, und ich verbiete ihm die Benutzung der Fahrbahn der Ostallee, weil ich will, dass er seinen Schulabschluss noch erlebt. Natürlich ermahne ich ihn, stets vorsichtig zu fahren und die Fußgänger nicht zu belästigen und eventuell auch das Rad zu schieben. Es gibt viele, die gern mit dem Rad fahren würden, sich aber nicht trauen, weil es zu gefährlich ist. Schade! Stefan Hahmann, Trier