strassenverkehr

Zum Artikel "Ein Parkhaus für den Petrisberg" schreibt dieser Leser:

Ihr Artikel ist eine richtige Steilvorlage für mich. Nachdem ich vor einigen Tagen selbst die Stellplatznot auf dem Petrisberg erleben konnte, habe ich mir doch noch mal den Fahrplan der Buslinie 4, die den Petrisberg mit der Talstadt verbindet, und die im weitesten Sinne ein Vorläufer des Petrisbergaufstiegs sein könnte, genauer angeschaut. Aber mit einem werktäglichen Halb-Stunden-Takt im Regelbetrieb ist sie meilenweit entfernt von der Konzeption, die die Stadt zu Beginn der Uni-Planungen 1970/71 und erst recht im Vorfeld der Konversionsplanungen von 1989/90 für den Petrisberg und die Erweiterungen auf dem Tarforster Plateau verfolgt hat: eine Spurbuslinie im Fünf-Minuten-Takt. Ich sehe die heutige Automisere als eine schon sehr kurzfristig eingetretene Konsequenz der Weigerung, das Projekt Petrisbergaufstieg in der Kommunalpolitik ernstzunehmen und es im öffentlichen Diskurs zu zerreden. Zugegeben, es wäre das seit langem teuerste Verkehrsprojekt der Stadt geworden, aber es hätte nach den Kriterien der bundesweit geltenden Standardisierten Bewertung gut die Hälfte der Verkehrsnachfrage zwischen der Talstadt und den Höhenstadtteilen bewältigt. Der Bund war zur Projektförderung schon mit im Boot als Voraussetzung für eine ergänzende Landesförderung. Dummerweise hatte die Stadt mit dem Spurbus ein französisches Industrieprodukt im Auge, das noch(?) nicht in die deutschen Förderrichtlinien aufgenommen war. Daraufhin erfolgte die unglückliche Guerilla zwischen den Befürwortern der Buslösung und denen der Seilbahnlösung, in deren Verlauf die Anhänger der Auto-Lösung, das heißt die "Pragmatiker", sich genüsslich zurücklegen konnten. Allerdings müssen jetzt nicht nur diese die Konsequenz ihrer Nichtentscheidung auf dem Petrisberg, in Kürenz, auf der Olewiger Straße und in der Universität hinnehmen. Langfristig sieht der FNP-Entwurf zwar eine Trasse des Petrisbergaufstiegs vor, aber die Skizze für das geplante Parkhaus lässt mich befürchten, dass es genau auf dieser Trasse zu stehen kommen soll. Raimund Scholzen, Trier