Strohhalme für den Klimaschutz

Die Grund- und Hauptschule soll eine energiebewusste Schule werden. Das gleichnamige Pilotprojekt der Energieagentur der Lokalen Agenda 21 startet erstmals in Zewen, soll aber Schule machen und im nächsten Schuljahr auch an anderen Trierer Schulen durchgeführt werden.

Magischer Held mit rettenden Ideen: Schauspieler Klaus-Michael Nix zeigt den Zewener Schülern, wie auch sie das Klima schützen können. TV-Foto: Cordula Fischer

Trier-Zewen. Das Wort des Jahres ist den Zewener Grund- und Hauptschülern bekannt: Klimakatastrophe. Viel zitiert, oft gebraucht, doch was steckt eigentlich hinter diesem Begriff? Wie entsteht CO{-2}, was bewirkt es, und wie kann man die Emission vermindern? Das erfuhren die Kinder und Jugendlichen aus den Klassen drei bis neun in einer besonderen Schulstunde. Schauspieler Klaus-Michael Nix vom Trierer Stadttheater wirbelte durch die Turnhalle, ein wenig zerstreuter Professor, ein wenig magischer Held, der mit einem Zaubertrick die Welt vor dem schädlichen CO{-2} zu retten vermag und mit den Schülern rettende Strohhalme für den Klimaschutz sammelte. Fahrgemeinschaften bilden, richtig lüften, Energiesparlampen verwenden, die Heizung drosseln, erneuerbare Energien nutzen. "Es ist notwendig, ein Bewusstsein auf breiter Ebene zu schaffen und damit schon bei den Kindern anzufangen", sagt Nix, der sich in den Dienst des Pilotprojektes stellt. Wenn jeder Mensch auf der Welt seinen Beitrag leiste, dann könnte viel erreicht werden, ist sich Nix sicher.Ingenieur Helmut Krames erklärte den Schülern anschaulich, wie viel Energie, Öl, Wasser und Strom ihr Schulgebäude jährlich verbraucht und dass damit so viel CO{-2} produziert wird, um die Turnhalle 20-mal damit zu füllen. Dass sich mit Energiesparmaßnahmen und einer besseren Isolierung auch noch Geld sparen lässt, das stattdessen in ein neues Klettergerüst investiert werden könnte, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Nicht zuletzt tragen die Schüler ihre Erfahrungen und ihr Wissen in ihre Elternhäuser. "Wir werden in den nächsten Monaten unser Verhalten überdenken und verändern. Dann können wir alle gemeinsam auch mit bescheidenen Mitteln jedes einzelnen Erfolg haben und das Klima schützen helfen", sagt Schulleiter Günther Hagelauer.Nach der Auftaktveranstaltung werden bis zu den Sommerferien noch einige interessante Gäste in der Zewener Schule zu Gast sein. Das Gelernte soll dann im Unterricht vertieft werden. "Außerdem wollen wir mit Hilfe von Fachleuten die Schule checken und feststellen, wo sich durch Verhaltensänderungen und technische Optimierungen der Ressourcen-Verbrauch verringern und Energie einsparen lässt", sagt Zeljko Brkic von der Lokalen Agenda 21.