Studentinnen suchen Ideen für Kabinenbahn & Co.

Studentinnen suchen Ideen für Kabinenbahn & Co.

"Happening" nennen Anja Lüttmann und Sandra Heidenreich ihr Vorhaben. Beide studieren an der Fachhochschule (FH) Intermedia Design. Sie entwickeln eine Vision für das studentische und kreative Trier 2020. Dafür suchen sie auch noch Ideen. Bürger sind gefragt. Sie stellen ihr Projekt am Freitag, 2. Dezember, um 20.30 Uhr im Rahmen der Ausstellung "Stadt-Finden" in der Galerie Junge Kunst vor.

Trier. "Stadt-Finden" ist der Titel einer Ausstellung von sechs Künstlern aus der Region, die ab Freitag ihre Fotoarbeiten in der Galerie Junge Kunst in Trier, Karl-Marx-Straße 90, zeigen. Sie bildet den passenden Rahmen für die FH-Studentinnen Anja Lüttmann und Sandra Heidenreich, um ihr Projekt vorzustellen und Bürger zur Mitarbeit einzuladen.
Trier mehr als Zwischenstation



Sie entwickeln derzeit eine Vision von Trier 2020 und beschäftigen sich unter anderem mit der Neu- und Umnutzung von Leerständen wie des Kabinenbahngebäudes. "Lebensraum - Ich wünschte, das hier wäre ...!" nennen Heidenreich und Lüttmann ihr Projekt. Sie verfolgen damit eine Symbiose aus Stadtentwicklung und Hochschulentwicklung. Eine von ihnen durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass die meisten der Studenten Trier nur als Übergangsstation ansehen und nach dem Hochschulabschluss in größere Städte abwandern. Dieser Entwicklung sollen durch das Projekt neue Denkanstöße und Lösungsansätze entgegengesetzt werden. Die Trierer Bürger sollen dabei aktiv in die Gestaltung ihres Lebensraums eingreifen. Die Studentinnen wollen ihnen Freiraum für Visionen lassen.
Und so soll die Aktion, die Heidenreich und Lüttmann "Happening" nennen, funktionieren: Auf einer einen Meter mal 2,50 Meter großen Plakatwand mit einer Abbildung der Kabinenbahn und einer Kurzbeschreibung des Projekts können die Besucher ihre Meinung äußern und einen Vorschlag für eine Zwischennutzung oder künftige Bestimmung des Gebäudes machen. Auf Aufklebern ist der Satz "Ich wünschte, hier wäre …!" vorformuliert, Besucher müssen ihn nur noch ergänzen. Und mit ihrer Idee nicht nur die Lücke im Satz, sondern auch im Stadtbild von Trier im Jahr 2020 füllen. red

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