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Studiwerk Trier peppt das Mensa und Cafeteria-Angebote auf

Studiwerk Trier : Frische Klappschmier und viel Nachhaltigkeit

Innovativer Neustart nach der Corona-Krise: Mit besonderen kulinarischen Angeboten lockt das Studiwerk Studierende, Mitarbeiter und Gäste der Hochschulen. Doch das ist noch lange nicht alles.

Zur Eröffnung der neu gestalteten Cafeteria gibt es aus den Händen von Ute Neufing für alle Gäste einen Schoko-Nikolaus und eine kostenlose Klappschmier nach Wahl – ein belegtes Brot mit frischen und hausgemachten Produkten aus der Region. „Für uns gehört die Regionalität beim Neustart für die Cafeteria-Standorte ebenso zum Konzept wie das Thema Nachhaltigkeit“, sagt Studiwerk-Geschäftsführer Andreas Wagner. Nach zwei Jahren coronabedingter Schließung sei die Zeit reif für diesen Neuanfang. Dass es dabei nicht nur um Innovation, sondern auch um Wirtschaftlichkeit geht, verschweigt er nicht. „Wir müssen auf die zurückgehenden Studierendenzahlen reagieren, wollen die eigenen Kosten reduzieren, ohne die Preise zu erhöhen. Wenn das gelingt, werden wir alle Standorte erhalten.“

Ideengeber für das Klappschmier-Angebot ist Küchenplaner Peter Adam-Luketic aus Gaggenau, der das Studiwerk Trier im Bereich der Gemeinschaftsgastronomie berät. Er war zur Eröffnung die 250 Kilometer aus dem Schwäbischen angereist und hatte selbst Brote belegt. „Hier gibt es ein mit wenig Energie und wenig Abfall produziertes leckeres Pausenbrot“, bringt er die Idee auf den Punkt.

Tatsächlich ist das Thema Nachhaltigkeit Maßstab für alle Aktionen und Angebote des Studiwerks Trier, wie der Blick in den brandneuen und nur als PDF-Datei aufgelegten Geschäfts- und Arbeitsbericht für die Jahre 2021 und 2022 zeigt. Er dokumentiert nicht nur das realisierte Großprojekt Martinskloster/Haus am Baum, mit dem die Zahl der Wohnplätze wieder von 1400 auf knapp 1600 gestiegen ist. Belegt wird auch, dass es dem Studiwerk gelungen ist, zu fast jedem Zeitpunkt der Corona-Krise den Studierenden Angebote zu machen. „Komplett geschlossen hatten wir nur während des Lockdowns“, bilanziert Andreas Wagner.

275.000 verkaufte Essen bis Mitte Oktober im Vergleich zu 163.000 im gesamten Jahr 2021 zeigen den Aufwärtstrend. Im Vergleich zum Jahr vor Corona sind das dennoch nur 75 Prozent. Ungeschoren ist das Studiwerk also trotz aller Kreativität nicht durch die Krise gekommen. Geschäftsführer Wagner: „Wir mussten unser Personal von 160 auf aktuell 116 reduzieren.“ Auch die Kostenreduzierung steht bei allen Projekten im Fokus.

Der Schwerpunkt Nachhaltigkeit ist auch im Sinne der Studierenden, die auf Umweltbewusstsein setzen. Seit Mai stehen deshalb Qualität, Einfachheit und Klimasensibilität im Mittelpunkt des neuen Mensa-Konzepts. Auch veganes Essen liegt im Trend und ist eines der kommenden Projekte. Und natürlich sollen die zukünftigen Bauprojekte ebenfalls das grüne Label bekommen. So steht die energetische Sanierung der Wohnheime I bis III auf dem Uni-Campus auf der Agenda. Langfristig hofft das Studiwerk auf eine neue Unimensa. Davor richtet sich der Blick allerdings auf die Innenstadt. Im ehemaligen Gebäude der Staatsanwaltschaft am Irminenfreihof wird für den Campus Gestaltung der Hochschule eine große Mensa entstehen. Der Arbeitstitel für das Projekt in dem ehemaligen Gerichtssaal steht bereits fest: Freispruch!