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Stützen für den mittelalterlichen Bogen im Kreuzgang

Stützen für den mittelalterlichen Bogen im Kreuzgang

Die Vorbereitungen für die Restaurierung des Kreuzganges der Abtei in St. Matthias sind in vollem Gange. Zimmerleute haben nun damit begonnen, den 800 Jahre alten Bogen im Kreuzgang abzustützen.

Trier. (red) Hämmern, Sägen, Klopfen: Im Kreuzgang der Abtei St. Matthias arbeiteten Zimmerleute fleißig an dem alten Bogen im Kreuzgang, um ihn mit dicken massiven Holzbalken abzustützen. Der Bogen aus dem Mittelalter musste statisch gesichert werden, weil die Gefahr bestand, dass die Spannung zu stark wird und der Bogen durch eine Erschütterung quasi zur Seite "wegspringt". "Die Balkenkonstruktion der Zimmerleute soll den Bogen festhalten und ein zur Seitedrücken verhindern", erläuter Abt Ignatius Maaß. Zwar könne man noch nicht so recht von einem Start der groß angelegten Restaurierungsmaßnahmen sprechen, doch die Absicherung des Originalbogens gehöre bereits zu den Vorbereitungsmaßnahmen. Der Kreuzgang in St. Matthias schließt sich im Süden an die Basilika an. Das Quadrum des Kreuzgangs wurde um 1220 unter Abt Jakob von Lothringen erbaut.

Die St.-Matthias-Stiftung wird gemeinsam mit der Abtei und Förderern die Restaurierungsmaßnahmen im Kreuzgang der Abtei St. Matthias finanziell unterstützen. Die Zeit, Witterungseinflüsse und die landwirtschaftliche Nutzung im 19. Jahrhundert haben dem mittelalterlichen Kleinod stark zugesetzt, die Schäden sind in vielen Bereichen groß. Notwendige chemische, physikalische und bautechnische Voruntersuchungen wurden in Auftrag gegeben. Bereits vergangenen Oktober hatten sich Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen zusammengefunden und gemeinsam mit der St.-Matthias- Stiftung einen neunköpfigen Beirat zur Unterstützung während der Sanierung gegründet.