1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Summerblast-Festival auf dem Arena-Vorplatz in Trier

Musikfestival : Gelungene Auferstehung des größten Trierer Metal-Events

Zum Summerblast-Festival auf dem Trierer Arena-Vorplatz kamen etwa 500 Besucher. Die Stimmung war positiv und energiegeladen.

Das in der Region lange gerühmte Summerblast-Festival wurde 2019 wegen der noch anstehenden Sanierungsarbeiten im Exhaus aus seinem traditionellen Hauptquartier verbannt. Bedeutete das für viele Metal-Fans damals schon einen Schlag sondergleichen, kamen dann noch zwei zähe Pandemie­jahre obendrauf. Sie verzögerten den Neustart des Festivals weiter. Doch das änderte sich nun: Am Wochenende durfte auf dem Arena-Vorplatz wieder zu den Klängen von Double-Bass, Scream-Gesang und E-Gitarre „ge­head­banged“ und „ge­moshed“ werden.

Beim Summerblast-Festival in Trier sind As I lay Dying aus Kalifornien aufgetreten.
Beim Summerblast-Festival in Trier sind As I lay Dying aus Kalifornien aufgetreten. Foto: Fabian Pütz

Das gut ausgelastete, aber nicht ausverkaufte Event bot rund 500 Metal-Fans ganztägig Programm. Es überzeugte mit hochkarätigen Bands am Ende des Abends gegen 22 Uhr auch die letzten Zweifler und Exhaus-Nostalgiker.

Die Macher waren sehr gut vorbereitet auf die ersten Besucher, die bereits am Vormittag um 11 Uhr eingetroffen sind. Die Kulisse des Arena-Vorplatzes bot Schatten und alle nötigen Annehmlichkeiten für den kleinen Geldbeutel. Zehn ausgewählte, in der Szene international bekannte Bands traten auf mit verschiedenen Genre-Stilrichtungen von Deathcore bis zu Beatdown. Eine davon, Sable Hills, war sogar extra aus Japan angereist. Als Headliner hatte sich der Veranstalter die amerikanische Metalcore- und Death-Metal-Band As I Lay Dying gesichert. Vor gut 20 Jahren vom Ex-Society’s-Finest-Gitarristen Tim Lambesis und dem Schlagzeuger Jordan Mancino gegründet, genießt sie durch ihre lange Präsenz internationales Ansehen.

Ausgelassene Zuschauer der kanadischen Band Comeback Kid auf dem Vorplatz der Arena Trier.
Ausgelassene Zuschauer der kanadischen Band Comeback Kid auf dem Vorplatz der Arena Trier. Foto: Fabian Pütz

Darüber hinaus traten Resolve, Aviana, Paleface, From Fall to Spring, Distant, Darkest Hour, Comeback Kid und Lorna Shore auf. Letztere waren eine besonders sehnlich erwartete Band in diesem Jahr. Ihre neue Veröffentlichung „And I return to Nothingness“ zeigt erneut ihr Potenzial. Diese erreichte Platz drei der Impericon-Jahres­charts.

Eine der beliebesten Bands in der Region sind Darkest Hour. Sie mischen melodischen Metalcore, Thrash-Metal und Schweden-Metal mit einer gehörigen Portion Punk-Attitude. Das versprach einiges und hielt noch mehr.

Auch mit dabei: Distant aus den Niederlanden mit ihrem Mid-Tempo-Deathcore. Dieser hat die Band bereits auf eine USA-Tournee mit Carnifex und Lorna Shore katapultiert. Alle, die auf die Bands Architects und Deftones stehen, werden sich auf den epischen Sound von Resolve aus Paris gefreut haben.

Unterm Strich dürfte der gesamte Event-Tag am Ende die Zweifler überzeugt haben. Es gab alles, was das Metal-Herz höherschlagen lässt: eine liebevoll gestaltete Bühnenkulisse, Techniker, die etwas von Soundqualität verstehen, eine erlesene Auswahl aus hochkarätigen Bands mit Wurzeln über den halben Erdball und ganztägig sommerliche Atmosphäre.

Aber vor allem die unglaublich gute und energiegeladene Stimmung der Teilnehmenden. Letzteres übertraf bei weitem alles. Welcher Frontmann auch immer zur Aktion aufrief – seine Stimme wurde erhört und die Forderungen sogleich in die Tat umgesetzt. So kam es, dass sich kleinere Verletzungen bei all den „Mosh Pits“ und „Walls of Death“ nicht vermeiden ließen. Aber alles blieb letztlich innerhalb des Erlaubten und Gewünschten. Das Summerblast-Festival ist damit offiziell zurück und bereichert wieder die kulturelle Landschaft der Region. 

Hier geht es zur Bilderstrecke: Summerblast-Festival in Trier