Sven Teuber wird neuer SPD-Chef in Trier

Sven Teuber wird neuer SPD-Chef in Trier

Der SPD-Fraktionschef im Stadtrat, Sven Teuber, soll auch neuer Vorsitzender der SPD Trier und damit Nachfolger von Malu Dreyer werden. Die Führungsspitze der Trierer Sozialdemokraten – Teuber selbst, außerdem Begona Hermann und Markus Nöhl – stellte sich am Samstagmorgen den Fragen des TV.

"Wir haben uns natürlich schon lange Gedanken über die Frage gemacht, wer den Vorsitz übernehmen soll, nachdem Malu Dreyer das Amt der Ministerpräsidentin übernommen hat", sagte Umweltexpertin Begona Hermann. "Und es war uns allen klar, dass Sven Teuber es machen soll." Das sehe auch die Basis der SPD nicht anders: Der Parteiausschuss habe Teuber am Freitagabend einstimmig nominiert. Malu Dreyer hatte 2005 den Vorsitz der SPD Trier übernommen und ein neues Team ins Spiel gebracht, an dessen Spitze von Anfang an Sven Teuber stand. Der 30 Jahre alte Lehrer wurde 2005 Vorstandsmitglied und übernahm nach der Kommunalwahl 2009 die Führung der SPD-Fraktion im Stadtrat. Auch Nöhl und Hermann gehörten zum Dreyer-Team, beide werden laut eigener Aussage Vize-Vorsitzende bleiben. Von Konflikten oder einem Kampf um die Nachfolge Dreyers könne absolut keine Rede sein, betonen alle drei. "Wir arbeiten schon lange zusammen und sind uns absolut einig, dass Sven der richtige Mann für den Job ist, so Begona Hermann. Teuber soll in den nächsten Tagen auf einem außerordentlichen Parteitag zum neuen Vorsitzenden gewählt werden. Die bereits erfolgte einstimmige Nominierung durch den Ausschuss, in dem alle SPD-Ortsvereine und Arbeitsgemeinschaften repräsentiert sind, macht diese Wahl zur Formsache. Hermann bestätigte: "Es waren mehr als 50 Leute bei der Ausschusssitzung am Freitagabend dabei, und die Nominierung von Sven war klar einstimmig." Vor dem neuen SPD-Vorsitzenden liegen schwierige Aufgaben: Die Bundestagswahl steht bevor, danach die Kommunalwahl und Neuwahl des Trierer Oberbürgermeisters. Noch hat Amtsinhaber Klaus Jensen nicht erklärt, ob er eine weitere Amtszeit in Angriff nehmen will. "Wir setzen auf Klaus Jensen und stehen auch voll hinter ihm", sagte Sven Teuber im TV-Gespräch. "Ich halte ihn für den idealen Kandidaten." Hermann ergänzte: "Trier braucht einen OB, der vermitteln kann. Welche enormen Stärken Klaus Jensen in diesem Bereich hat, wird sich in einer zweiten Amtsperiode zeigen." Vorher kommt die Bundestagswahl. Kann die SPD-Kandidatin Katarina Barley den CDU-Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster im Kampf um das Direktmandat schlagen? Markus Nöhl nahm Stellung: "Sie ist ein politisches Ausnahmetalent und hat mit ihrer kompetenten und herzlichen Art schon im Landratswahlkampf 2005 gepunktet."

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