Symbole gegen Ausbeutung

Im Rahmen seiner Feierlichkeiten zur 50-jährigen Partnerschaft mit Bolivien hat das Bistum Trier eine besondere Spendenaktion gestartet. Modelle einer berüchtigten bolivianischen Silbermine sollen in den Gemeinden den Wandel von der Unterdrückung zur Partnerschaft symbolisieren.

Trier/Koblenz/Saarbrücken. (red) Das Bistum Trier hat im Rahmen seiner Feierlichkeiten zum 50-Jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Bolivien die Aktion "Silberberg" ins Leben gerufen.

Dabei sollen in den Gemeinden des Bistums Modelle des "Cerro Rico", des Silberbergs, einer berüchtigten Silbermine im bolivianischen Potosí, die seit Jahrhunderten in Betrieb ist, aufgestellt werden. Als Quelle des Reichtums der damaligen Kolonial-Herren stehe die Mine symbolisch für die "Ausbeutung und Unterdrückung der Menschen, die dort arbeiten mussten", erklärt Herta Brinkmann aus Linz, eine der Initiatoren des Spendenprojekts.

Das Aufstellen der "Silberberge" sei ein Zeichen dafür, sagt Brinkmann, "dass wir heute anders mit unseren Mitmenschen umgehen". Es bedeute zudem den "Wandel von der anfänglichen Patenschaft zur Partnerschaft".

Parallel zur "Aktion Silberberg" sollen auch Spenden gesammelt werden, die für eines der fünf Jubiläumsprojekte des Bistums in den Bereichen Bildung, Umwelt, Dialog, Wirtschaft und Spiritualität verwendet werden sollen.

Die Aktion sei ohne großen Aufwand und in vielfältigen Varianten durchzuführen, bekräftigt Mitinitiatorin Herta Brinkmann. Sie schlägt den Gemeinden vor, das Aufstellen der Silberberge mit Pfarrfesten oder dem Verkauf von Produkten aus fairem Handel zu kombinieren. Jeder Beitrag sei wichtig, "um im Jubiläumsjahr den Gedanken der Partnerschaft mit Bolivien weiterzutragen". Sichtbar ist diese Aktion jetzt bereits im Trierer Dom, wo gleich am Eingang das Modell eines "Silberbergs" aufgebaut wurde.

Informationen und Materialen zur "Aktion Silberberg" und zum Jubiläum der Bolivienpartnerschaft gibt es bei der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, telefonisch unter 0651/7105-398, per E-Mail: anweltkirche@bgv-trier.de oder im Internet unter www.50-jahre-bolivienpartnerschaft.de.