Täglich Trier

Nun ist er also weg, der Karl Marx, heute verschwinden die Plastik-Figuren endgültig aus dem Stadtbild. Die Porta Nigra ist einfach wieder die Porta Ni gra.

War das jetzt große Kunst? Wenn es eine Kunst ist, Trier ins Gespräch zu bringen, dann lautet die Antwort eindeutig Ja. Über die Figuren des Künstlers Ottmar Hörl wurde in Wort und Bild in Medien in aller Welt berichtet. Vor allem darüber, dass sie bei Dieben so beliebt waren, dass 80 abhanden kamen. Eine Werbewirkung für die Stadt, die man mit gewöhnlichen Maßnahmen gar nicht erzeugen kann. Hat die Kunstaktion dazu beigetragen, dass sich die Menschen mit Marx, seinem Werk, seiner Wirkungsgeschichte auseinandergesetzt haben? Da kann man nur spekulieren. Aber zumindest ist es nicht unwahrscheinlich, dass durch die Präsenz des Themas vielen Menschen stärker ins Bewusstsein gerückt ist, welchen prominenten Sohn die Stadt hat. Und warum es sich lohnt, seinen 200. Geburtstag in fünf Jahren gut vorzubereiten. "Täglich Trier" - hier lesen Sie, was wichtig ist in der Moselstadt. www.volksfreund.de/taeglich