Täglich Trier

Dass es zu politischen Veranstaltungen Gegendemonstrationen gibt, ist in Trier an der Tagesordnung. Immer dann, wenn die rechtsextreme NPD zu Kundgebungen oder Demonstrationen aufruft, organisiert sich Protest von Parteien, Gewerkschaften und Vereinen.

Widerstand gibt es nun auch gegen die AfD. Alle anderen im Stadtrat vertretenen Parteien und politischen Gruppierungen haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme gegen den heutigen Auftritt der umstrittenen AfD-Bundesvizevorsitzenden Beatrix von Storch (19 Uhr im Druckwerk in Trier-Euren) ausgesprochen (der TV berichtete am 5. und 6. Februar). Und ein Bündnis von Parteien und Verbänden ruft nun auch für 18 Uhr zu einer Demonstration "gegen Rassismus, Homophobie und die AfD" auf. Weil die angemeldete Gegendemo vermutlich einen Teil der Ottostraße blockieren wird, können AfD-Sympathisanten das Druckwerk nur über die Straße Im Speyer erreichen, ohne mit den Demonstranten zusammenzutreffen. Die AfD hat sogar einen Shuttle-Bus-Service organisiert, der Besucher ab 18.15 Uhr vom Messepark aus bis unmittelbar vor das Druckwerk fährt und später zurückbringt. Ob ein Bus nötig ist, ob es so viele Besucher für von Storch gibt, wird sich zeigen. Bei der NPD würde für ähnliche Ereignisse regelmäßig ein Kleinbus langen.