Täglich Trier

Schon im vergangenen Jahr ging das Trierer Baum-Unglück bundesweit durch die Presse. Auch die Folgen des Unglücks waren später in ganz Deutschland zu spüren, denn überall in deutschen Städten und Gemeinden schauten die für die Baumkontrollen zuständigen Verwaltungen plötzlich viel genauer hin als zuvor, wurden Mitarbeiter geschult, Abteilungen aufgestockt, externe Firmen zur Kontrolle eingekauft, Baumkataster angelegt, die es zuvor nicht gab oder die auf der Prioritätenliste ganz weit hinten standen.

Auch dieser Tage ist der Baumunfall wieder bundesweit in den Schlagzeilen, weil er vor dem Landgericht Trier juristisch aufgearbeitet wird. Heute kommt es voraussichtlich zur Urteilsverkündung. Spannend aus Trierer Sicht ist natürlich nicht nur, ob es einen Schuldspruch geben wird oder nicht. Sondern auch, als wie weitreichend der Richter die Verantwortung des Angeklagten einschätzen wird. Auch, wenn der Richter beim Prozessauftakt betont hat, niemand außer dem Angeklagten säße auf der Anklagebank - unausgesprochen stellt sich natürlich die Frage, wie weit die Arbeitsbedingungen innerhalb der Verwaltung dazu beigetragen haben, dass die nötige Zweitkontrolle des Baumes nicht frühzeitig gemacht wurde. "Täglich Trier" - hier lesen Sie, was wichtig ist in der Moselstadt, was ansteht, worüber die Menschen sprechen. Diskutieren Sie mit: www.volksfreund.de/taeglich