Täglich Trier

Treffpunkt ist am Kornmarkt um 18 Uhr, anschließend wird durch die Stadt marschiert: Heute wird auf Initiative des Anti-Atom-Netzes wieder in Trier demonstriert. Denn vor zwei Jahren geschah im japanischen Fukushima der Atomunfall nach einem Erdbeben und einem Tsunami (dazu auch Themen des Tages Seite 6).

Die Folge der Naturkatastrophe: 15 800 Tote und 3700 Vermisste. Der Gau im Atomkraftwerk sorgte dafür, dass mehr als 100 000 Menschen ihre Heimat verlassen mussten. Tausende leben noch heute in Notunterkünften. Die Betroffenheit in der Region Trier war groß, auch wegen des Pannenkraftwerks Cattenom bei den französischen Nachbarn. Unmittelbar nach der Katastrophe waren es 500 bis 600 Menschen, die sich in Trier regelmäßig zu Kundgebungen und Schweigemärschen trafen. Ob es heute - nach der selbst von den Christdemokraten mitgetragenen Energiewende in Deutschland - wieder so viele werden, bleibt abzuwarten.

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