Täglich Trier

Trier könnte in dieser Woche ein kleines Jubiläum feiern. Vor genau zehn Jahren war in der Stadt erstmals die Rede von einem Masterplan.

Der Trierische Volksfreund hatte zwölf wichtige Funktionsträger gebeten, ihre Erwartungen an den neuen Trie rer Oberbürgermeister zu nennen. Klaus Hembach, damals Kanzler der Uni Trier, schrieb: "Ein Masterplan ist notwendig, der die Zukunftsbausteine und Visionen definiert." Uni und Fachhochschule griffen die Anregung auf und begannen, als Projektarbeit einen Masterplan für den Stadtteil Trier-West zu entwerfen, wo der Entwicklungsbedarf besonders groß war und ist. Die Stadt sprang danach auf den Zug auf und gab 2008 eine professionelle Planung für den Westen in Auftrag. 2010 lag das Stadterneuerungskonzept vor, kräftig gepusht von der damaligen Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani. In diesem Masterplan geht es unter anderem um eine Verlagerung der B 51, neue Plätze und die Entwicklung von Konversionsflächen. 2014 kündigte das Land eine millionenschwere Förderung zur Umsetzung der einzelnen Bestandteile an. Inzwischen ist vieles konkretisiert und modifiziert worden. Der Bauausschuss des Stadtrats befasst sich in seiner heutigen Sitzung (17 Uhr, Raum Steipe im Rathaus) mit dem Konzept für den Gneisenaubering im Herzen Trier-Wests, einem zentralen Bestandteil des Masterplans. Kommunalpolitiker und Bürger hoffen, dass es dann endlich losgeht und der Masterplan Stück für Stück Wirklichkeit wird.

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