Täglich Trier

Wer in diesen Tagen in Trier unterwegs ist, kommt sich zeitweilig vor wie in einer anderen Welt. Überall am Straßenrand wachen aufgehübschte bis bunte Wesen über Straßen und Wege.

Von einigen der plakativ präsentierten Menschenfänger droht mächtiges Unheil. Ob es so weit kommt, wird aber erst in einer Woche entschieden. Wer mit dem Gruseln nicht so lange warten will, hat dazu heute und morgen reichlich Gelegenheit im Messepark: Dort wird zwar nicht gewählt. Dafür machen Orks und andere grausame Fabelwesen das Gelände unsicher. Zum Glück gibt es auf dem Mercatus Phantasticus gute Gegenspieler in ausreichender Zahl, um den dunklen Übeltätern Einhalt gebieten zu können. Hinzu gesellen sich Ritter und holde Burgdamen. Fahrende Händler verkaufen ihre Waren und ihr Wissen. Gaukler zeigen ihre Kunststücke, täuschen und verführen. Ohne Eintritt lässt sich Ähnliches auch in der Innenstadt erleben. Dort fällt der Startschuss für den Endspurt der Landtagswahl, ganz ohne Orks und Elben. Am Ende wird - wie in der Geschichte um Mittelerde - das Gute siegen. Auch wenn ein dunkler Schatten bleibt.