Taifune und Tai-Chi

Ein Konzert, Kunst und Kalligrafie sind drei Bestandteile der ersten Ostasientage an der Trierer Universität gewesen. Zudem wurden die Deutschen Meisterschaften in Go erstmals während der Veranstaltung in Trier ausgetragen.

Trier. An der Universität Trier sind erstmals Ostasientage organisiert worden. Die Veranstaltung unter der Leitung von Professor Marc Oliver Rieger zeigte die vielfältigen historischen und kulturellen Verbindungen zwischen den ostasiatischen Ländern auf, deren Beziehungen miteinander heute vielfältige Probleme haben.
Musik, Unterhaltung und Kunst gehörten zum Programm: In wilden, anmutigen Bewegungen glitten die Hände von Li Xueyan über ihr Instrument, einer chinesischen Zither. Gespannt lauschten die Besucher dem Konzert. Auf der Guzheng zauberte sie Klänge, die einen Taifun beschreiben, den Sonnenaufgang über den schneebedeckten Bergen Chinas oder die Freude von Fischern über einen erfolgreichen Fang. Die Kunst, auf dem klassischen Instrument zu spielen, gehört in Ostasien seit Jahrtausenden zu den "vier Kunstfertigkeiten", wie Dr. Liu Huiru, Sinologe an der Universität Trier, in einem Vortrag erläuterte. Das Konzert wurde vom Konfuzius-Institut unterstützt.
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Kalligrafie und Malerei sind zwei weitere dieser Kunstfertigkeiten, an denen sich die Gäste der Ostasientage selbst versuchen konnten. Bei der vierten Kunstfertigkeit, Go, handelt es sich um ein Brettspiel, dessen Komplexität auch rund 3000 Jahre nach seiner Erfindung noch unergründlich erscheint.
Parallel zu den Ostasientagen fand die Endrunde der Deutschen Meisterschaft in Go statt - zum ersten Mal in Trier. Weitere Höhepunkte waren ein Vortrag von Professor Karl-Heinz Pohl zum ostasiatischen Kampfsport und seiner Philosophie, die von einer Tai-Chi-Vorführung abgerundet wurde. Zudem gab es Mitmachangebote, unter anderem von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, die Origami-Kunstwerke aus Papier präsentierte, sowie von Hye-Kyung Chung, die eine Einführung in das koreanische Alphabet gab. red