Tante-Emma-Laden fehlt in Ruwer
Trier-Ruwer · Das Konzept soll die Attraktivität der Innenstadt erhöhen, aber auch die Versorgung in den einzelnen Stadtteilen verbessern. Der Ortsbeirat Ruwer/Eitelsbach stimmt der Fortschreibung zu und betont, dass vor allem ein kleiner Lebensmittelmarkt im Ortskern Ruwer im Sinne dieses Konzepts sei.
Trier-Ruwer. Der Stadtteil Ruwer wird im Einzelhandelskonzept Trier 2025+ als "Stadtteillage mit ergänzendem Nahversorgungsangeboten" eingestuft. Das heißt: Es gibt dort bereits einige kleine Geschäfte für den täglichen Bedarf, etwa einen Bäcker, Fleischer, eine Apotheke und auch zwei Banken. Man muss das Konzept nicht gelesen haben, um festzustellen, dass in dieser Aufzählung ein kleiner Lebensmittelmarkt mit frischen Waren fehlt. Ansiedlungsspielräume für einen kleinen Frischemarkt seien laut Einzelhandelskonzept durchaus in Ruwer gegeben.
Ortsvorsteherin Monika Thenot (CDU) sieht diesen Sachverhalt nicht ganz so optimistisch: Ihr sei kein leer stehender Ladenraum in städtischem Besitz bekannt, der für solch einen Mini-Markt geeignet wäre. Außerdem bezweifeln einige Ortsbeiratsmitglieder, dass ein solcher Laden für den Inhaber wirtschaftlich zu betreiben sei, wenngleich er für die älteren Ruwerer ein großes Stück mehr an Lebensqualität bedeuten würde.
Der Ruwerer Ortsbeirat ist sich einig, dass die Politik hier lediglich Rahmenbedingungen setzen könne. Die Realisierung der im Einzelhandelskonzept festgeschriebenen Ziele liege jedoch großteils in privatwirtschaftlicher Hand. Trotzdem stimmte das Gremium der Fortschreibung des Konzepts zu, da die darin festgelegten Ziele sinnvoll und eine Überprüfung dieser Ziele alle drei Jahre realistisch seien.
Außerdem gab Ortsvorsteherin Thenot bekannt, dass der nächste Dreck-Weg-Tag in Ruwer am Samstag, 15. März, stattfindet. jwa