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Tanz in den Männerballett-Olymp

Tanz in den Männerballett-Olymp

Zehn Männerballetts haben am Freitagabend mehr als 500 Zuschauer in der Kulturscheune Welschbillig begeistert. Die Titelverteidiger aus Schweich-Issel mussten sich knapp den saarländischen Tänzern aus Noswendel geschlagen geben.

Welschbillig. Die "Asseler Schneeflöckchen", die letztes Jahr nach dreimaligem Gewinn den Luise-Dahm-Wanderpokal ganz in ihren Besitz bringen konnten, waren auch beim 17. Männerballettfestival am Freitagabend hochmotiviert. Mit "Komm ins Abenteuerland" hatten sie eine bühnenreife Show einstudiert, aber es langte trotz einer Durchschnittsbewertung der Kampfrichter von 9,6 Punkten "nur" zum zweiten Platz. Abräumer des Abends waren vor mehr als 500 begeisterten Zuschauern in der proppenvollen Kulturscheune die Gäste aus Noswendel. Mit 48,6 Punkten und ihrem Motto "Die Götter müssen verrückt sein" tanzten sie sich in den Männerballett-Olymp. Den Pokal fürs beste Kostüm und die weiteste Anreise errang der KV Kutzhof (Saarland), den für die schwergewichtigste Truppe ging an den Gesamtdritten, die "Weiberröck" aus Orenhofen (93,69 Kilogramm). Viel Applaus ernteten auch die "spitzen Schlüpfer" vom Karnevalsverein Waldrach (Platz 4), die "Alice im Wunderland" auf die Welschbilliger Bühne brachten. Nicht nur Musik und Choreografie verdienten sich Bestnoten, auch die teilweise aufwendigen Bühnendekorationen fielen im wahrsten Sinne des Worts ins Auge.

Stürmischen Applaus bei dem von Metty Schmitz gewohnt locker-lustig moderierten Männerballett-Festival ernteten aber nicht nur die Herren der Schöpfung. Was Eleganz und Akrobatik angeht, waren die Solomariechen des KV Welschbillig, Carina Schneider und Sarah Thörnig, nicht zu toppen. Und auch der Showtanz "Tarzan" der heimischen KV-Tänzerinnen gehörte zu den Höhepunkten des Abends.