Tanz, Musik und Rebensaft

Die Feuerwehrkapelle Klüsserath hat dem traditionellen Weinfest des Ortes neues Leben eingehaucht. Nach dreijähriger Abstinenz (der TV berichtete) haben die Musiker einen Neuanfang gewagt und wurden für ihren Mut belohnt.

Klüsserath. "Ein Winzerort ohne Weinfest, das geht einfach nicht", sagte die Vorsitzende der Feuerwehrkapelle, Sabine Kihm. Sie war sich mit den Winzern und dem Vereinsvorstand einig: "Was andere können, das bekommen wir auch auf die Beine." Daher stand jetzt zwei Tage lang der Ort wieder ganz im Zeichen von Wein, Musik, Tanz und moselländischer Lebensfreude. Winzer Roland Scholtes erzählt: "Nachdem uns am Samstagabend ein kleiner Sturm die Zelte vom Platz geblasen hat, bauten wir bis 19 Uhr wieder alles auf, und dann ging der Betrieb richtig los."
Neben vielen interessanten Weincocktails und prickelndem Sekt hielten die beteiligten Winzer insgesamt 23 Weine der verschiedensten Geschmacksrichtungen für die ungezählten Gäste bereit.
Großer Besucherandrang


Ortsbürgermeister Günter Herres berichtet: "Die letzten Gäste verließen am Sonntagmorgen um fünf Uhr den Festplatz." Den Beteiligten ist nun klar: "Na also, es geht doch."
Die Bevölkerung und insbesondere natürlich die heimischen Winzer haben den neuen Erfolg den Musikern um Vorsitzende Sabine Kihm zu verdanken. Schon am Samstagabend konnte sich der Ausrichter des Festes, das drei Jahre lang pausiert hatte, über den großen Besucherzustrom freuen. Die Kapelle hatte auf dem Platz am Feuerwehrgerätehaus ein buntes und abwechslungsreiches Programm angeboten. Natürlich stand dabei der in großer Palette angebotene Wein aus der Lage Klüsserather Bruderschaft im Vordergrund. Die Bruderschaft war es aber auch, die bei der Führung durch die Weinberge, geleitet von Kultur- und Weinbotschafter Dieter Briesch, den Mittelpunkt darstellte.
Neben viel Musik, Darbietungen der Jugendfeuerwehr und der Winzertanzgruppe stand am Sonntag auch eine Winzerolympiade auf dem Programm. Zur Freude der Zuschauer konnten Gruppen ihr Können, Geschick und die Sportlichkeit bei fröhlichen Spielen beweisen. So galt es Fässer anzustechen, sie zu rollen und Hotten zu tragen.
In diesen Disziplinen konnten sich die Gäste mit den Klüssera-ther Winzern, den ortsansässigen Vereinen und mit guten Freunden messen.
Neben Livemusik von zahlreichen befreundeten Musikvereinen aus der Region erfreuten die beiden Bands MEP-live und Schlagersahne die Festbesucher.
Das Fest soll in den nächsten Jahren fortbestehen. Der Ortsbürgermeister ist guter Dinge: "Eine Festgemeinschaft mit den Vereinen und den Winzern könnte die Zukunft des beliebten Festes sichern."