Tanzeinlage beim Einkaufsbummel

Tanzeinlage beim Einkaufsbummel

Das Wetter war zwar nicht wie erhofft, ein Erfolg war der erste verkaufsoffene Sonntag des Jahres dennoch. Neben den Trierer Geschäften lockte an der Porta Nigra eine Tanzeinlage der ganz besonderen Art.

Trier. Bunte leichte Frühjahrskleidung schmückt die Schaufenster vieler Geschäfte. Aus den Lautsprechern eines Kaufhauses in der Simeonstraße dringt Vogelgezwitscher in die Fußgängerzone. Doch in Frühlingsstimmung zu kommen fällt schwer. Graue Wolken hängen beim ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres über der Trierer Innenstadt. Nach tagelangem Sonnenschein und milden Temperaturen beginnt der Tag nass und windig.
Kurz bevor die Geschäfte öffnen, stehen die ersten Kunden in Mützen und Schals vor den Türen bereit. Auf die Nachbarn aus Luxemburg ist auch bei Schmuddelwetter an einem Märztag Verlass. "Der Regen schreckt uns nicht ab", sagt Jérôme Angelsberg aus Dudelingen. Videos und DVDs stehen auf seinem Einkaufszettel. Seine weibliche Begleitung hat es dagegen auf Kleider und Schuhe abgesehen.
Eine Stunde später füllt sich die Innenstadt allmählich. Die angrenzenden Parkhäuser sind um 14 Uhr alle voll besetzt. Die meisten Besucher marschieren bepackt mit Einkaufstüten schnell von einem Geschäft zum nächsten.
Zur Stärkung gibt es Bratwurst und Pommes auf die Hand - die Eisdielen machen heute kein gutes Geschäft.
Einen echten Kontrast zum grauen Wetter und der Kälte bietet wenig später an der Porta Nigra ein ganz besonderes Schauspiel. In bunten Kostümen treten um 15.30 Uhr Hunderte zum sogenannten Harlem-Shake an (der TV berichtete). Die Tanzeinlage rund um Organisator Daniel Grischov zieht Scharen von neugierigen Besuchern an. Viele stimmen spontan in den Rhythmus des im Internet berühmt gewordenen Tanzes ein. Die Innenstadt ist mittlerweile rappelvoll.
Gutes Geschäft für Händler


Insgesamt läuft der Tag aus Sicht der Trierer Händler gut. "Es waren richtig viele gut gelaunte Menschen unterwegs, darunter viele Familien mit Kindern", sagt Sabine Clabbers, Geschäftsführerin von Galeria Kaufhof in der Simeonstraße.
Das triste Wetter habe zu vollen Geschäften beigetragen. Von den Temperaturen profitiert vor allem die Trier-Galerie. "Wir liegen etwas über dem Niveau vom Vorjahr", resümiert Christoph Höptner, Center-Manager der Galerie. Der Ostermarkt hat zudem viele Besucher auf den Hauptmarkt gelockt.
Für die Trierer Polizei war es hingegen ein vergleichsweise ruhiger verkaufsoffener Sonntag. Die Beamten meldeten bis zum Abend keine besonderen Straftaten oder größere Behinderungen im Verkehr.
Extra

Wer gestern keine Zeit zum Sonntagsshopping hatte, erhält bereits in vier Wochen erneut die Chance dazu: Am 7. April steht in Trier der nächste verkaufsoffene Sonntag an. Die Mitglieder der City-Initiative hatten sich im Vorfeld für den Termin nach Ostern und gegen den 6. Januar entschieden. Die weiteren Termine sind in diesem Jahr am 29. September (Partnerstädtefestival) und 27. Oktober (Mantelsonntag). maf

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