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Tarforster Grundschüler lernen ganztags

Tarforster Grundschüler lernen ganztags

55 Eltern haben ihre Kinder verbindlich angemeldet: Damit kann die Tarforster Grundschule im Sommer ein Ganztagsangebot einrichten. Die kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung soll dann in eingeschränkter Form weitergeführt werden.

Trier. Die Tarforster Grundschule nimmt zum Schuljahr 20013/14 den Ganztagsbetrieb auf. Das Mainzer Schulministerium hatte bereits im Januar grundsätzlich grünes Licht für einen freiwilligen Ganztagsbetrieb von montags bis donnerstags gegeben. Die Voraussetzung: Bis spätestens zum heutigen Freitag, 15. März, muss die Schule 36 verbindliche Anmeldungen vorweisen können. Dieses Limit wurde übertroffen: "Wir haben 55 verbindliche Anmeldungen aus allen Klassenstufen für den Ganztagsbetrieb", bestätigt Schulleiterin Giselinde Leinen-Voigt auf Nachfrage des TV.
Die Ganztagskinder der Tarforster Grundschule haben am Vormittag in ihren Klassen normalen Unterricht. Am Nachmittag findet kein Fachunterricht statt. Stattdessen gibt es von montags bis freitags für die Kinder der Klassenstufen drei bis vier ein gemeinschaftliches Angebot, aus dem die Kinder wählen können, zum Beispiel Sport oder Schach. Die Ganztagskinder der ersten Klasse werden gemeinsam betreut.
Es fehlen Räume


Generell sieht das Mainzer Ministerium für Schulen, die zu Ganztagsschulen werden, zwei zusätzliche Räume für das ausgeweitete Angebot vor. Ob und wie die Tarforster Schule ausgebaut wird, steht allerdings noch nicht fest. Denn in dem ursprünglich als zweizügige Schule geplanten und gebauten Gebäude gibt es bereits zwei Zusatzräume. Weil die Grundschule allerdings in den vergangenen beiden Jahren jeweils drei statt zwei Parallelklassen aufgenommen hat, wurden diese Zusatzräume in Klassenzimmer umgewandelt.
Statt eines Anbaus empfiehlt die Trierer Schuldezernentin Angelika Birk die Einrichtung zweier Klassenräume in Containern. Das würde laut Birk 300 000 Euro kosten, wovon das Land maximal 62,5 Prozent übernehmen würde. "Sollte eine Erweiterung nicht beschlossen werden, ist eine Veränderung der Schulbezirksgrenzen oder eine Dislozierung möglich", hatte Birk im Februar erklärt. Das heißt: Fehlt der Stadt das Geld oder hält das Land den Ausbau für unnötig, besteht die Möglichkeit, dass in den kommenden Schuljahren Tarforster Kinder an die Grundschule in Olewig "ausgelagert" werden müssen.
Neuer Träger für die Betreuung


Dagegen ist die Frage, in welcher Form das bisherige freiwillige Betreuungsangebot der Schule am Nachmittag ab dem kommenden Schuljahr gestaltet wird, mittlerweile geklärt: Der Palais e.V. übernimmt im Auftrag des Elternvereins und der Schule ab dem nächsten Schuljahr die freiwillige Nachmittagsbetreuung von montags bis freitags. Die Betreuung endet künftig allerdings nicht mehr erst um 15 Uhr, sondern bereits um 14 Uhr. Ingesamt gibt es etwa 40 Betreuungsplätze in zwei Gruppen.