Taten statt Messungen!

Ist es Zufall oder Absicht, dass der Messzeitraum in die Zeit von Weihnachten/Sylvester beziehungsweise in den Produktionsausfall infolge Brandes im Trierer Stahlwerks (TSW) fällt? Ist es Zufall oder Absicht, dass die Messpunkte allesamt nicht in der festgestellten Hauptwindrichtung (Südwest) bezogen auf das TSW liegen?

Warum konzentriert man sich nicht auf diesen bereits seit dem Jahr 1996 aus dem Luftreinhalteplan Trier-Konz bekannten "Sonderemittenten" mit "außergewöhnlichen Staubemissionen"? Warum werden überhaupt noch immer weitere Messungen auf Kosten des Steuerzahlers vorgenommen, obwohl erhöhte Depositionen von Dioxinen, Furanen und Schwermetallen bereits im Luftreinhalteplan Trier-Konz von 1996 sowie durch die Messungen von Professor Werner von der Universität Trier eindeutig festgestellt wurden? Der Trierer Arbeitskreis Umwelt und Medizin (Traum) plädiert dafür, endlich Taten statt Messungen zu unternehmen. Jeder weitere Schadstoff-Eintrag und -Niederschlag belastet die Gesundheit der Bevölkerung und die Böden zusätzlich. Weitere Grenzwert-Diskussionen sind unangebracht. Die bestehenden Grenzwerte orientieren sich lediglich an dem technisch Machbaren oder an politischen Vorgaben, nicht aber an dem gesundheitlich Wünschenswerten. Für krebserregende Stoffe wie Dioxine, Furane und Schwermetalle gilt aus medizinischer Sicht lediglich ein Nulleintrag in die Umwelt beziehungsweise eine absolute Minimalisierung als vertretbar. Dr. med. Margarethe Huschens, Ärztin für Umweltmedizin, Trierer Arbeitskreis Umwelt und Medizin (Traum), Trierweiler

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